Wenn dir das hier gefiel …
Das Leuchten der kleinen Momente
Key Facts
Kritik
Manchmal sind es genau diese Bücher, die du aufschlägst und plötzlich das Gefühl hast, irgendwo zwischen den Seiten selbst eine kleine Auszeit zu finden – so ging es mir mit „Das Leuchten der kleinen Momente“ von Sabine Steck. Nina, unsere Protagonistin, trifft mit der Villa Primaluna nicht nur auf ein verwunschenes Hotel in den venezianischen Hügeln, sondern auf einen Ort, der dich sofort in seinen Bann zieht. Eigentlich sollte sie ganz woanders sein, doch plötzlich steht sie allein da, an einem Sehnsuchtsort, der viel mehr verspricht als nur Ruhe und gutes Essen.
Die Begegnung mit Consilia, der alten, weisen Gastgeberin, ist dabei so lebendig erzählt, dass man fast meint, selbst mit im Labyrinth des Gartens zu stehen. Beide Frauen sind wunderbar gezeichnet: Nina mit ihren verschlossenen Gefühlen und dem Wunsch nach Selbsterkenntnis, Consilia mit ihrer ruhigen Präsenz und Lebenserfahrung. Was mir besonders gefallen hat, ist Sabine Stecks leichter, fast schon sanfter Erzählstil, der die Stimmung des Ortes perfekt einfängt und dabei gleichzeitig Raum für die Figuren lässt. Keine Hauruck-Handlung, sondern ein behutsames Entfalten, das genau richtig war, um im Trubel des Alltags mal durchzuatmen.
Klar, die Geschichte ist keine wilde Achterbahnfahrt – wer also auf Action oder überraschende Wendungen steht, könnte sich hier ein bisschen mehr Spannung wünschen. Manchmal bleibt die Handlung etwas zu sehr in der gemütlichen Komfortzone, aber gerade das macht auch den Charme des Buches aus: Es lädt dich ein, langsamer zu werden und das Leben in kleinen Augenblicken zu genießen.
Alles in allem ist „Das Leuchten der kleinen Momente“ wie ein warmes, vertrautes Gespräch – genau das Richtige für Leser:innen, die sich nach einer Portion Emotionalität, Weisheit und einem Hauch Magie im Alltag sehnen. Für alle, die keine typischen Romane wollen, sondern Geschichten, die Herzen sanft berühren und zum Nachdenken anregen.
4,5 von 5 Sternen – weil es nicht perfekt, aber auf seine ganz eigene Art richtig schön ist.
Klappentext
Nina begegnet Consilia, die das kleine Hotel seit Jahrzehnten führt. Eine weise alte Frau, deren Leben so ganz anders ist als ihr eigenes. Und obwohl sie anfangs zögert, sich Consilia ganz zu öffnen, spürt sie bald, dass diese Reise mehr für sie bereithält als Entspannung und gutes Essen.
Vielleicht gibt es hier, an diesem besonderen Ort, endlich einen Weg aus der Leere, die sie schon so lange in sich fühlt. Vielleicht ist im Labyrinth die Antwort auf die Frage verborgen, die sie schon zu lange meidet. Und vielleicht findet sie endlich, was sie schon so lange sucht: sich selbst.