Wenn dir das hier gefiel …
Sturmland
Key Facts
Kritik
Schon nach den ersten Seiten fühlt man sich direkt in den rauen Wind und das spannende Treiben an der norddeutschen Küste versetzt. „Sturmland“ erzählt von Cora, einer jungen Reedertochter aus Hamburg, die sich unter falschem Namen auf der Insel Norderney versteckt, und dem Tagelöhner Onnen, der mehr Last als Hoffnung mit sich trägt. Zwischen ihnen entspinnt sich eine zarte, manchmal stürmische Beziehung vor dem eindrucksvollen Hintergrund der beginnenden Seenotrettung – ein Setting, das atmosphärisch und historisch richtig fesselt.
Die Figuren sind wunderbar lebendig gezeichnet: Cora, die zugleich stark und verletzlich wirkt, bringt das Lebensgefühl einer Frau zum Ausdruck, die endlich selbst bestimmen will – und Onnen, dessen geheimnisvolle Vergangenheit nach und nach ans Licht kommt, gibt der Geschichte Tiefe und Herz. Miriam Georgs Schreibstil ist dabei eine Mischung aus klarer Sprache und emotionaler Kraft; sie schafft es, Spannung und Gefühl perfekt auszubalancieren, ohne dass es je zu dick aufgetragen wirkt.
Was mir besonders gefallen hat, sind die lebendigen Szenen am Meer und die authentische Darstellung des Lebens in dieser besonderen Zeit – man spürt förmlich den Wind, das Salz auf der Haut und die Sehnsucht nach Freiheit. Klar, an manchen Stellen hätte ich mir noch mehr Tempo gewünscht, denn der Aufbau der Handlung zieht sich gelegentlich ein wenig. Aber das stört kaum, weil die Figuren und das Setting so mitreißen, dass man trotzdem immer weiterlesen will.
Für alle, die Lust auf eine herzerwärmende, aber auch stimmungsvolle Geschichte mit viel Nordseeflair und einem Hauch Historie haben, ist „Sturmland“ genau das Richtige. Wer offene, komplexe Charaktere mag und gern mal in eine ganz eigene Welt abtaucht, sollte hier unbedingt zugreifen.
Ich gebe 4 von 5 Sternen – ein echtes Lesevergnügen mit kleinen Schwächen, das nach dem nächsten Band lechzt!
Klappentext
Niemand darf erfahren, wer Cora wirklich ist! Die Reedertochter muss aus ihrem alten Leben in Hamburg fliehen – und nimmt unter falschem Namen eine Stelle als Hauslehrerin im Seebad Norderney an. Doch die Nordsee ist unberechenbar. Schon kurz nach ihrer Ankunft bringt Cora sich und ihre Schülerin Emmi in Lebensgefahr …
Der Tagelöhner Onnen beobachtet das Unglück. Kein Wunder, dass die unwissenden Badegäste ständig in Seenot geraten. Ausgerechnet mit dieser Gouvernante soll er nun zusammenarbeiten. Weil er dringend Geld braucht, nimmt er den Job an.
Von Tag zu Tag kommen Cora und Onnen sich näher. Doch Onnen hat eine Vergangenheit auf seiner Heimatinsel Borkum, die er fest in sich verschlossen hält. Und Cora hat Menschen in Hamburg, die sie verzweifelt zurückholen wollen.
Aber das darf nicht passieren. Niemand darf erfahren, wer Cora ist – und was sie getan hat …
Der erste Band der «Sturmland»-Saga.
«Miriam Georg hat einen ganz eigenen kraftvollen Stil.» Meins