Wenn dir das hier gefiel …
Schall & Rausch: Der Graskönig von Berlin
Key Facts
Kritik
Schon der erste Satz von „Schall & Rausch: Der Graskönig von Berlin“ zieht dich mitten hinein – in ein Berlin, das du so noch nicht kennst: bunt, rau, aber auch ein bisschen verschmitzt und überraschend tiefgründig. Hier geht es um mehr als nur einen Krimi, es geht um eine Stadt im Wandel, um den Kick zwischen Gesetz und Freiheit – und um diese eine Sorte Cannabis namens „Berlin High“, die mehr Macht hat, als man vermuten würde.
Die Handlung? Die Berliner Detektive Schall, ein Schwabe mit Hang zum Rotwein, und Rausch, gebürtiger Berliner und echter Kiezkenner, stolpern in einen Fall, der nicht nur die blühende Cannabis-Szene ins Rampenlicht rückt, sondern auch Gangster, Grower und die Polizei ins Spiel bringt. Ohne zu viel zu verraten: Es wird spannend, clever und immer wieder überraschend, wenn sich die mysteriöse Welt des illegalen Anbaus mit dem ganz alltäglichen Großstadtleben vermischt.
Was mir besonders gefällt, ist die gelungene Mischung aus Lokalkolorit und authentischem Insiderwissen. Müncheberg und Schweizer schaffen mit ihren unterschiedlichen Backgrounds eine Szenerie, die man sofort vor Augen hat – und die Figuren sind richtig gut gezeichnet, mit Ecken und Kanten und einem Hauch süffisanter Berliner Schnauze. Schall und Rausch als Duo sind nicht nur Ermittler, sie sind fast wie alte Bekannte, mit denen man gern mal einen trinken (oder eben was anderes) würde.
Der Schreibstil? Locker, trocken-witzig und mit genügend Tempo, um immer weiter lesen zu wollen. Man merkt, hier stecken eben keine anonymen Profis am Werk, sondern echte Kenner der Szene, die das Thema Hanf mit Humor und Respekt behandeln. Einziger kleiner Wermutstropfen: Manche Passagen hätten gern noch ein bisschen knackiger sein dürfen – ein paar Stellen ziehen sich gelegentlich ein wenig, was den sonst flotten Erzählfluss kurz ausbremst. Aber das ist wirklich Meckern auf hohem Niveau.
Für alle, die Lust auf einen Krimi haben, der nicht nur mit Spannung, sondern auch mit Herz und einem ungewöhnlichen Setting punktet, ist dieses Buch genau richtig. Ideal für alle Berlin-Liebhaber, Cannabis-Interessierte und jene, die gern mal abseits der ausgetretenen Pfade lesen möchten. Definitiv ein Frischekick im deutschen Krimigenre, der Lust macht auf mehr.
Fazit: Schall & Rausch bringen frischen Wind in die Krimiwelt – spannend, witzig und charmant. Uneingeschränkte Empfehlung, wenn du Bock auf einen ungewöhnlichen Fall mit großem Lokalkolorit hast.
(4 von 5 Sternen)
Klappentext
"Berlin High", eine brandneue Cannabis-Sorte, ist in der deutschen Hauptstadt in aller Munde und Lungen. Es ist eine Sorte, die so beliebt und begehrt ist, dass manche dafür sogar über Leichen gehen.
Schall und Rausch, die beiden Inhaber einer Kreuzberger Detektei, geraten noch vor der Legalisierung von Cannabis berufsbedingt in einen Sog unvorhersehbarer Ereignisse, der sie mitreißt und in die Tiefen der Berliner Unterwelt hinabzieht. Durch ihre Mordermittlungen im professionellen Grower-Milieu geraten sie auch ins Visier rabiater Rauschgiftfahnder und müssen ihr ganzes Können und viel Mut aufbringen, um bis zum großen Finale zu überleben, wo sie eine wahrlich fette Überraschung erwartet.
Am liebsten aber beschäftigen sich der zugezogene Schwabe und der geborene Berliner mit ihrer ganz persönlichen Streitfrage: Was kommt besser? Rotwein oder Cannabis?
Der erste Fall von Schall & Rausch ist ein Muss für alle Krimi-Freunde!
Und Weed-Lover.
Und Berlin-Fans.
Und Schmunzelbereite.
Das kongeniale Autorenduo Martin Müncheberg (Autor und Mitherausgeber des Cannabis-Magazins THCENE und ehemaliger Pressesprecher der HANFPARADE) und Stefan Schweizer (erfahrener Krimiautor) legen mit "Schall & Rausch - Der Graskönig von Berlin" ihr erstes gemeinsames Werk vor: Deutschlands allerersten Hanfkrimi!