Wenn dir das hier gefiel …
Der Sommer von Shambles
Key Facts
Kritik
Kaum hat man in „Der Sommer von Shambles“ von Ebony McKenna die ersten Seiten aufgeschlagen, fühlt man sich direkt mittendrin im turbulenten Leben von Ondine, die mit ihrem chaotischen Alltag und einem sprechenden Frettchen irgendwie wunderbar nahbar bleibt. Im Herzogtum Brugel geht’s nämlich alles andere als langweilig zu: Zwischen königlichen Intrigen, Familiengeheimnissen und einem Pub voller skurriler Gestalten startet Ondine ihre Reise, die von Liebe, Abenteuer und ganz viel Humor geprägt ist.
Ondine ist eine Heldin, die man sofort ins Herz schließt – bodenständig, mutig und mit einer ordentlichen Portion Humor gesegnet. Sie träumt zwar von großen Abenteuern, aber sitzt meist erstmal hinter der Theke und jongliert mit ihrem Vollzeitjob, nervigen Verwandten und natürlich dem Frettchen, das mehr Charakter hat als so mancher Nebencharakter. McKennas Schreibstil ist dabei leicht, frisch und witzig, sodass man beim Lesen fast das Kichern nicht unterdrücken kann. Die Dialoge sprühen vor Charme und der Mix aus Magie und alltäglichem Herzschmerz klappt richtig gut.
Allerdings hätte ich mir stellenweise ein bisschen mehr Tiefe bei den Nebenfiguren gewünscht – manchmal bleiben sie leider etwas blass, was schade ist, weil gerade die Intrigen und das Königshaus wirklich Potenzial gehabt hätten. Auch die Handlung schwankt zwischendurch ein wenig zwischen lockerem Spaß und zu vielen Nebensträngen, die nicht immer ganz zünden. Trotzdem nimmt die Geschichte genau dann wieder Fahrt auf, wenn man sie am wenigsten erwartet.
Wer Lust hat auf eine charmante, leichte Fantasy-Story mit viel Witz, einer sympathischen Protagonistin und einer Prise Magie, sollte hier definitiv reinschauen. „Der Sommer von Shambles“ ist perfekt für alle, die eine entspannte und unterhaltsame Auszeit suchen – ohne großen Anspruch, aber mit Herz.
4 von 5 Sternen – ein sommerliches Vergnügen, das Spaß macht und zum Abschalten einlädt.