Wenn dir das hier gefiel …
Release Me
Key Facts
Kritik
Manchmal erwischt dich ein Buch einfach mit voller Wucht – so ging es mir mit „Release Me“ von Tahereh Mafi. Die Geschichte entführt dich in eine düstere Zukunft, zehn Jahre nach dem Fall eines diktatorischen Systems, in der Rosabelle Wolff mit einer ungewöhnlichen Fähigkeit kämpft: Sie kann ihren Geist so abstellen, dass sie in einer alles überwachenden Welt überlebt. Doch gerade als sie versucht, ihre Schwester zu retten und das System zu stürzen, bekommt ihr Herz eine Stimme, die sie nicht ignorieren kann – und damit ist plötzlich alles komplizierter. Parallel dazu kämpfen James und sein Bruder Aaron um Kontrolle, Vertrauen und die richtige Seite im bevorstehenden Kampf.
Was hier sofort überzeugt, sind die Charaktere: Rosabelle ist eine faszinierende Mischung aus mysteriöser Stärke und innerem Chaos, James ein loyales und kämpferisches Herz, das sich nicht von der kalten Fassade täuschen lässt, und Aaron, der ständig zwischen Dunkelheit und Licht wandert. Mafi schafft es spielend, diese Figuren so lebendig und vielschichtig darzustellen, dass man sich sofort mitten im Geschehen fühlt und jede Entscheidung mitfiebert. Die Spannung ist konstant hoch, die Action packend, und dann diese prickelnde, fast schon knisternde Romantik – aber keine Angst, die kommt ganz ohne Kitsch aus.
Der Schreibstil ist ein weiteres Highlight: flüssig, mit einem Hauch von poetischer Tiefe, ohne abzuheben oder zu verkopft zu wirken. Die Welt von Ark Island wird detailreich gezeichnet, ohne dass man sich darin verliert. Einzig manchmal hätte ich mir gewünscht, dass die introspektiven Passagen ein bisschen präziser sind – ab und an schlich sich eine kleine Wiederholung ein, die das Tempo etwas bremste. Aber das sind kleine Stolpersteine in einem insgesamt enorm fesselnden Buch.
Ob du „Release Me“ lesen solltest? Wenn du dystopische Liebesgeschichten mit starken Figuren, überraschenden Wendungen und einem Setting, das dich immer wieder zum Nachdenken bringt, magst – dann ist das hier genau dein Ding. Lass dich auf das Gefühlschaos und die rasante Handlung ein, du wirst es nicht bereuen.
Fazit: Spannend, emotional und perfekt für Fans von intensiven YA-Dystopien mit Herz und Biss. Ich vergebe solide 4 von 5 Sternen.
Klappentext
Rosabelle Wolff had a plan. Now she wants revenge. To save her sister she needs to get back home and destroy the system that created her. Rosabelle’s greatest strength is her ability to deaden her mind and body; it’s the only way to survive the surveillance state of Ark Island. But lately her heart has been beating harder; her thoughts are spiraling; her defenses are coming undone.
And there’s only one person to blame.
James Anderson had a plan. Now he has nothing but problems. Rosabelle might be the ally they need in a fight against The Reestablishment, but no one wants to trust an enemy assassin. It doesn’t help that Rosabelle’s not much of a talker, doesn’t work well in groups, and kills people on instinct. Falling for her has cost James nearly everything—but keeping her safe might help save his world.
If only he could convince his older brother.
Aaron Warner Anderson has a headache. Something dark is coming, and Rosabelle’s arrival is just a prelude. In her, he sees shades of himself he can’t trust, and worse: he can no longer get a read on the girl. She’s a dead battery, emanating no emotional feedback. At least not until James walks into a room…
Volcanic romantic tension, breathless reveals, breakneck action—and a dystopian world that never stops raising the stakes:
Welcome back to The New Republic.