Wenn dir das hier gefiel …
Orangenleuchten an der Algarve
Key Facts
Kritik
Manchmal reicht schon ein einziges Erbe, um das vermeintlich perfekte Leben ordentlich durcheinanderzuwirbeln – und genau das passiert Cassy in „Orangenleuchten an der Algarve“. Jana Schäfer entführt uns in den sonnendurchfluteten Süden Portugals, wo Cassy, eine selbstbewusste TV-Köchin mit großer Social-Media-Präsenz, auf einmal mit ihren ganz eigenen Unsicherheiten und einer familiären Überraschung konfrontiert wird. Dass Gefühle keine Hauptrolle in ihrem Alltag spielen, ändert sich plötzlich, als sie auf ihrer neuen Erbschaftsreise nicht nur Orangenbäume, sondern auch ihre Halbschwester Lia und den geheimnisvollen Eliano trifft.
Die Geschichte um Cassy ist dabei weit mehr als nur ein klassischer „Neuanfang am Meer“-Roman. Jana Schäfers Schreibstil ist frisch, leicht und voller Humor, aber auch mit einer wohltuenden Portion Tiefe. Besonders gut gefallen hat mir, wie die Autorin die Atmosphäre der Algarve einfängt – man spürt fast den süßen Duft der Orangen und das Meeresrauschen, während man liest. Cassy selbst ist eine starke, aber keineswegs perfekte Protagonistin, mit der man sich gerne identifiziert, weil sie ihre Ecken und Kanten zeigt und sich langsam öffnet, ohne dabei gekünstelt zu wirken.
Klar, ein paar Klischees schleichen sich ein, und manchmal hätte ich mir noch ein bisschen mehr Spannung oder unerwartete Wendungen gewünscht. Aber das tut der Wohlfühlstimmung keinen Abbruch, denn genau das macht das Buch zu einer schönen Ferienlektüre für alle, die gerne in eine warmherzige Geschichte abtauchen wollen, ohne den Kopf zu sehr zu belasten.
Wer also Lust hat auf eine charmante Mischung aus Familiengeheimnissen, persönlichem Wachstum und einer Prise Romantik vor mediterranem Hintergrund, der sollte „Orangenleuchten an der Algarve“ definitiv eine Chance geben. Perfekt für alle, die sich nach einer kleinen Pause vom Alltag sehnen.
4 von 5 Sternen – ein sonniges Lesevergnügen, das noch lange nachklingt.