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Trevellian und der Geist von New York: Thriller
Key Facts
Kritik
Schon auf den ersten Seiten nimmt einen Alfred Bekker mit auf eine intensive Fahrt durch das pulsierende New York, das mit all seinen Geräuschen und Gerüchen fast greifbar wird. „Trevellian und der Geist von New York“ ist kein gewöhnlicher Thriller – es ist ein rauer Gangstertrip durch urbane Schattenwelten, der gerade deshalb so faszinierend ist, weil er sich gleichzeitig bodenständig und packend anfühlt.
Die Handlung setzt inmitten von Manhattan ein, wo der Ermittler Jesse und sein zuverlässiger Partner Milo Tucker mitten im Wahnsinn der Rush Hour einen neuen Fall erwarten. Von Anfang an spürt man die bröckelnde Ruhe vor dem Sturm, wenn mysteriöse Nachrichten eine gefährliche Spur ziehen. Es geht um mehr als nur einen einfachen Fall: Verrat, Geheimnisse und verzweifelte Entscheidungen liegen in der Luft. Dabei ist es das Duo Jesse und Milo, das mit viel Ecken und Kanten, natürlichem Witz und knallharter Loyalität besonders lebendig wird. Manchmal wünscht man sich sogar, einfach selbst als dritter im silbergrauen Chevy dabei zu sein.
Der Schreibstil von Bekker ist angenehm direkt und lebendig, ohne dabei in Klischees abzurutschen. Er schafft es, die düstere Atmosphäre zugleich mit einem Augenzwinkern zu würzen, was die Geschichte locker und gut lesbar macht. Man durchlebt New York nicht nur, man fühlt es – vom Überdruss nach einem langen Tag bis hin zu diesen kurzen Momenten der Hoffnung, die alles verändern können.
Klar, an manchen Stellen hätte ich mir ein paar mehr Überraschungen gewünscht, und die Auflösung kommt etwas vorhersehbar um die Ecke. Aber das schmälert kaum den Spaß am Lesen. Für mich wirkt das Ganze eher wie ein kurzweiliger Adrenalinkick, den man auch mal ohne große Vorkentnisse in der Welt der Thriller genießen kann.
Wer Lust auf einen urbanen Thriller mit Charakteren zum Anfassen hat, die sich nicht zu ernst nehmen, aber trotzdem mit Herz und Verstand kämpfen, der ist hier genau richtig. Ein Buch, das Lust auf einen weiteren Ritt durch die Straßen New Yorks macht.
4 von 5 Sternen – solide Spannung mit viel Atmosphäre, ideal für zwischendurch und alle, die keine Lust auf seelenlose Klischees haben.
Klappentext
"Jesse, hast du's gelesen?", fragte Milo, während er versuchte, einen Lieferwagen mit der Aufschrift "Benny's Bagels" zu überholen.
Ich nickte. "McKee will uns im Office. Sofort. Dringend."
"Das klingt nie nach einer Gehaltserhöhung."
Ich lächelte schmal. Milo war mein Partner, mein Freund – und der einzige Mensch, dem ich selbst im Kugelhagel noch den Rücken zudrehen würde. Wir beide hatten schon genug gesehen, um zu wissen, dass in Mister McKees Welt "dringend" meistens bedeutete: Tote, Blut, und ein Haufen Fragen, auf die niemand eine Antwort hatte.
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