Wenn dir das hier gefiel …
Der Goldmord – Kommissar Dampfmoser ermittelt: Alpen Krimi 2
Key Facts
Kritik
Manchmal packt einen ein Krimi genau dann, wenn man es am wenigsten erwartet – so ging es mir mit „Der Goldmord – Kommissar Dampfmoser ermittelt: Alpen Krimi 2“. Die Geschichte zieht sofort in die rauen, aber faszinierenden Alpen hinein, wo sich auf einem abgelegenen Hof ein Mord ereignet, der alle in Aufruhr versetzt. Die alte Berta Perlmacher wird brutal getötet, während scheinbar niemand da ist – ein klassisches Whodunit, aber mit charmant ländlichem Flair.
Kommissar Dampfmoser und sein treuer Kollege Berger sind wieder am Start, und ich muss sagen: Die beiden geben dem Ganzen so viel Bodenständigkeit und Witz, dass man sie fast schon als Alpen-Detektiv-Duo ins Herz schließt. Die Ermittlungen rund um den mysteriösen Goldbarren aus den 1920er Jahren und der verdächtige Bergführer Eugen sorgen für ausreichend Spannung, ohne aufgesetzt zu wirken. Der Schreibstil ist angenehm leicht, locker-flockig, aber dabei nie oberflächlich – so macht Lesen Spaß, besonders an gemütlichen Abenden.
Was mir besonders gefällt: Die Autoren schaffen es, die Alpen nicht nur als Kulisse sondern fast als eine eigene Figur lebendig werden zu lassen. Man riecht förmlich das Heu und hat die frische Bergluft vor Augen. Gleichzeitig bleibt die Handlung spannend, ohne in zu schwere, düstere Krimi-Gefilde abzutauchen. Kleine Schwäche? Manche Wendungen sind vielleicht etwas vorhersehbar, und gelegentlich hätte ich mir noch mehr Tiefe bei den Nebenfiguren gewünscht – aber das mochte ich im Gesamtpaket verschmerzen.
Kurzum: „Der Goldmord“ ist genau das richtige Buch für alle, die Lust auf einen soliden Alpenkrimi haben, der mit sympathischen Figuren und einer Prise Humor punktet. Perfekt für eine Auszeit vom Alltag, bei der man trotzdem miträtseln will.
4 von 5 Sternen – ein empfehlenswerter Krimi für Freund:innen von regionaler Spannung mit Herz.