Wenn dir das hier gefiel …
The Shell House Detectives
Key Facts
Kritik
Kaum hatte ich „The Shell House Detectives“ angefangen, hat mich die raue, stürmische Küste Cornwalls sofort gefangen genommen – man spürt förmlich den salzigen Wind und das Knistern der Spannung in der Luft. Hier treffen wir auf Ally Bright, eine Frau, die nach einem schweren Verlust ihr ruhiges Leben in einem hübschen Cottage am Meer führt. Doch das Schicksal schlägt zu, als eines Nachts ein verzweifelter Mann an ihrer Tür klopft und kurz darauf tot aufgefunden wird. Das ist erst der Anfang – denn gemeinsam mit Jayden Weston, einem frisch zugezogenen Ex-Polizisten mit eigener Familiendramatik, steckt sie bis zum Hals in einem Fall, der mehr Fragen als Antworten aufwirft.
Das Duo ist wunderbar ungleich, was dem Buch richtig Schwung verleiht. Ally bringt Lebenserfahrung, Empathie und eine gute Portion Hartnäckigkeit mit, während Jayden mit seinem beruflichen Hintergrund und der eigenen Unsicherheit eine ideale Ergänzung ist. Beide Figuren entwickeln sich im Verlauf spannend weiter, und ich konnte mir richtig vorstellen, wie die Nachbarschaft von Porthpella zu ihrem eigenen kleinen Mikrokosmos wurde. Emylia Halls Schreibstil ist dabei herrlich lebendig und atmosphärisch – kein langweiliger Nordwest-Krimi, sondern ein mitreißender, niemals überladener Roman, der immer wieder mit überraschenden Wendungen punktet.
Ganz besonders gelungen fand ich, wie geschickt die Autorin die Kulisse von Cornwall als eigene Figur wirken lässt. Die Mischung aus Idylle und dunklen Geheimnissen ist stimmig und macht einfach Lust, selbst einmal zum Laufen an die Klippen zu gehen (allerdings vielleicht doch nicht allein!). Ein kleiner Kritikpunkt: Gegen Ende hätte ich mir noch ein bisschen mehr Tempo gewünscht, um die Spannung nochmal richtig anzuziehen – das hat mich fast ein wenig aus dem Sog gezogen. Trotzdem bleibt das Gesamtbild rund und überaus unterhaltsam.
Kurz und knapp: Wer Lust auf einen charmanten, atmosphärischen Krimi mit sympathischen, gut ausgearbeiteten Figuren hat und nicht nur auf brachiale Action steht, wird hier definitiv fündig. „The Shell House Detectives“ ist der perfekte Einstieg in eine Reihe, bei der man gern immer wieder auf Spurensuche geht – in einem kleinen Küstenort, der viel mehr zu bieten hat, als man auf den ersten Blick denkt.
4 von 5 Sternen – ein klarer Tipp für alle, die cosy Krimis mit Herz und Seele mögen!
Klappentext
Porthpella, ein beschaulicher Küstenort in Cornwall. Seit dem Tod ihres Mannes lebt Ally Bright allein in ihrem hübschen Cottage am Meer. Eines Nachts klopft ein verzweifelter Mann an ihre Tür, doch bevor sie richtig reagieren kann, ist er wieder weg – und wird am nächsten Morgen am Fuß der Klippen gefunden.
»Ein meisterhaft konstruierter und äußerst fesselnder Krimi.« Lucy Clarke
Ally ist überzeugt, dass es kein Selbstmordversuch war, eine Gewissheit, die sie mit dem jungen Ex-Polizisten Jayden Weston teilt, der mit seiner hochschwangeren Frau gerade erst nach Porthpella gezogen ist. Dann, nahezu zeitgleich, kehrt die Besitzerin der neuen Luxusvilla nicht mehr vom Joggen nach Hause zurück. Zufall? Oder gibt es einen Zusammenhang mit dem Sturz des jungen Mannes?
»Dieser wunderschön geschriebene, beschauliche Küstenkrimi hat es in sich: Mit atmosphärischer Prosa und zahlreichen Wendungen wird Sie die Handlung noch lange nach der letzten Seite in Atem halten. Wenn Sie ein Fan von Cornwall sind, werden Sie dieses Buch lieben. « Sarah Pearse
»Ein Buch, das die Herzen der Richard-Osman- und Agatha-Christie-Fans im Sturm erobern wird.« Hannah Richell