Wenn dir das hier gefiel …
Perry Rhodan 3385: Das Malorische Siegel
Key Facts
Kritik
Kaum hat man die ersten Seiten von „Perry Rhodan 3385: Das Malorische Siegel“ aufgeschlagen, wird man sofort in diese weit entfernte Zukunft katapultiert – und zwar mitten hinein in ein gigantisches Sternenreich voller spannender Geheimnisse. Michelle Stern versteht es, mit einem klaren, schnörkellosen Stil eine Atmosphäre zu schaffen, die neugierig macht und einen zugleich durch die komplexe Handlung trägt.
Im Mittelpunkt steht Reginald Bull und seine Mannschaft auf dem PHOENIX, die eine scheinbar tote Galaxis namens Malora erkunden. Was als wissenschaftliche Mission beginnt, entwickelt sich zu einem Wettlauf gegen eine unsichtbare Bedrohung. Die Story ist kosmisch groß gedacht, bietet aber genug persönliche Momente und Teamdynamik, um das Geschehen nahbar zu machen. Dabei sind die Charaktere keine eindimensionalen Helden – Bull und Co. wirken lebendig, haben Ecken und Kanten, die sie sympathisch und echt erscheinen lassen.
Erfrischend ist Michelle Sterns Erzählweise: Direkt, ohne große Umschweife und dabei trotzdem detailreich genug, um das Weltall lebendig werden zu lassen. Die Mischung aus technischer Terminologie und erzählerischer Leichtigkeit sorgt dafür, dass auch Neueinsteiger in die Perry-Rhodan-Welt gut mitkommen. Wenn allerdings jemand eine eher klassische, auf Action getrimmte Science-Fiction erwartet, könnte das Tempo stellenweise etwas zu bedacht sein – das ist Geschmackssache.
Das Malorische Siegel selbst ist ein fesselndes Element, das die Spannung bis zum Schluss aufrecht hält, ohne zu überfrachten. Man spürt, dass die Autorin hier nicht nur ein neues Kapitel der Serie erzählt, sondern auch den mythologischen Unterbau weiter ausbaut – was Fans sicherlich zu schätzen wissen.
Klar, man muss sich auf eine Reise durch ein komplexes Universum einlassen, das nicht nur mit technischer Finesse, sondern auch mit einer Portion philosophischer Tiefe punktet. Für Leser:innen, die frische Perspektiven in der Science-Fiction lieben und neugierig auf unbekannte Welten sind, ist „Das Malorische Siegel“ genau der richtige Trip. Wer dagegen eher schnelle Action und klar abgegrenzte Fronten bevorzugt, sollte sich auf Gemächlicheres einstellen.
Alles in allem ein spannender, vielschichtiger Roman, der mit Herzblut und Ideenreichtum geschrieben ist und Lust auf mehr macht.
4 von 5 Sternen – ein klarer Tipp für Fans von durchdachter, atmosphärischer Science-Fiction mit Charakter.
Klappentext
Perry Rhodan hat darüber hinaus eine Vision: Er will die Verbindungen zu anderen Galaxien ausbauen. Das Projekt von San soll das ermöglichen. Kurierschiffe des Typs PHOENIX werden künftig die Verbindung zwischen den Sterneninseln herstellen.
Der PHOENIX selbst ist unter dem Kommando von Reginald Bull unterwegs. Mittlerweile haben Bull und sein Team die ferne Galaxis Malora erreicht und sind dort auf die sogenannten Trassenmacher gestoßen.
Sie wissen nun, dass Malora längst eine tote Galaxis ist, eine Sterneninsel ohne jegliches Leben. Sie müssen aber ins Innere vorstoßen, um weitere Katastrophen zu verhindern. Doch ein spezieller Schirm riegelt Malora vom restlichen Universum ab – es ist DAS MALORISCHE SIEGEL …