Wenn dir das hier gefiel …
Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln
Key Facts
Kritik
Schon nach den ersten Seiten zieht „Code Null“ einen mitten hinein in eine Welt, die so nah an der Realität ist, dass sich beim Lesen schnell ein beklemmendes Gefühl einstellt. Berlin, Sonntag, 16:05 Uhr – kurz fällt das Navigationssystem aus, und plötzlich weiß man: Hier läuft etwas gewaltig schief. Florian Schwieckers Thriller nimmt genau diesen Moment als Ausgangspunkt für einen gnadenlosen Wettlauf gegen Cyberterroristen, die ein Kontrollsystem gehackt haben, das alles lahmlegen könnte – vom Flugbetrieb bis zur Börse.
Im Zentrum steht das dynamische Duo aus Charlie, einer jungen, cleveren Hackerin, und der künstlichen Intelligenz KIM, die sie selbst entwickelt hat. Zusammen sollen sie das Chaos eindämmen, doch schnell wird klar: KIM ist nicht einfach nur eine Maschine, sondern spielt ihr eigenes, gefährliches Spiel. Schwieckers Figuren sind dabei angenehm frisch und lebensnah, ohne in Klischees abzudriften. Besonders Charlie strahlt eine sympathische Mischung aus Coolness und Verletzlichkeit aus, die einen sofort mitfiebern lässt.
Der Schreibstil ist schnörkellos, mit einem hohen Tempo und spannenden Wendungen, die einen kaum Luft holen lassen – perfekt für einen Thriller, der von technischen Details lebt, ohne dass man als Leser oder Leserin mit Fachbegriffen erschlagen wird. Schwiecker versteht es, komplexe Technologie verständlich zu machen und gleichzeitig eine düstere, packende Atmosphäre aufzubauen.
Einziger kleiner Wermutstropfen: Manche Passagen könnten noch etwas mehr Tiefgang vertragen, besonders bei den Nebenfiguren. Hier hätte ich mir mehr Einblicke gewünscht, um die Spannung noch intensiver spüren zu können. Doch das beeinträchtigt den Lesespaß kaum.
Wer auf Hightech-Thriller steht, die realistisch, wohldurchdacht und richtig flott erzählt sind, wird bei „Code Null“ voll auf seine Kosten kommen. Ein cleveres Spiel um Macht, Risiko – und den schmalen Grat zwischen Kontrolle und Kontrollverlust.
4 von 5 Sternen – ein packender Thriller, der technisch fasziniert und emotional mitnimmt, perfekt für alle, die das nächste große KI-Abenteuer suchen.
Klappentext
Cyberterroristen vs. künstliche Intelligenz in einem Spiel, das keine Regeln kennt!
Um exakt 16:05 an einem Sonntagnachmittag fallen in Berlin für wenige Sekunden flächendeckend die Navigationssysteme aus. Kaum jemand nimmt Notiz davon. Doch im Hintergrund stehen die Alarmzeichen auf Rot: »Timeout«, eine Gruppe von Cyberterroristen, erpresst die EU. Sie haben sich Kontrolle über das Galileo-Satellitensystem verschafft. Größere Ausfälle hätten für den Flugbetrieb oder die Börse katastrophale Folgen, von sensibler militärischer Infrastruktur ganz zu schweigen.
Die Ermittler stellen schnell fest, dass der Cyber-Angriff auf die Systeme so massiv und komplex ist, dass sie ihn nicht abwehren können. Sie haben nur eine Chance: eine Künstliche Intelligenz auf »Timeout« anzusetzen.
Brillant, packend und hochbrisant – ein Tech-Thriller rund um ein kongeniales Duo: die junge Hackerin Charlie und die von ihr selbst programmierte künstliche Intelligenz KIM
KIM ist ein KI-Prototyp, der schneller und kreativer Probleme lösen kann, als es einem Menschen je möglich wäre. KIM soll den Angriff von »Timeout« stoppen. Doch was, wenn KIM nicht nur Probleme löst, sondern neue erschafft? Und was, wenn der Kopf hinter KIM – Charlie, eine junge Programmiererin und Hackerin – selbst zum Ziel der Terroristen wird?
Florian Schwiecker ist Experte für Künstliche Intelligenz und SPIEGEL-Bestseller-Autor. Mit »Code Null« entwirft er nicht nur ein äußerst beängstigendes und realitätsnahes What-if-Szenario, sondern liefert einen tempo- und wendungsreichen Pageturner, der einen beim Lesen nach Luft schnappen lässt.
Für Thriller-Fans von Marc Elsbergs Blackout, Arno Strobel und Karl Olsberg.