Wenn dir das hier gefiel …
Bornholmer Spur
Key Facts
Kritik
Gleich zu Beginn zieht „Bornholmer Spur“ von Katharina Peters einen sofort in seinen Bann – die düstere Atmosphäre und die geheimnisvollen Verstrickungen an der Ostseeküste schaffen genau das richtige Krimi-Flair für einen verregneten Abend. Im sechsten Fall von Sarah Pirohl beginnt alles mit der Entdeckung einer Leiche, die ein Jahrzehnt lang verschollen war – und plötzlich verknüpfen sich alte Wunden mit neuen Bedrohungen.
Sarah Pirohl, als BKA-Beamtin, ist wieder voll in ihrem Element. Sie ist keine perfekte Heldin, sondern eine Ermittlerin, die mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen hat, was sie unglaublich nahbar macht. Die Figuren wirken lebendig und glaubwürdig, sie fügen sich nahtlos in die komplexe Handlung ein, die von Rechercheteams, Wirtschaftskriminalität und einem unheilvollen Netzwerk aus Rechtsextremismus erzählt. Besonders gefallen hat mir, wie Katharina Peters es schafft, ernste Themen mit der nötigen Spannung zu verbinden, ohne zu belehrend zu wirken.
Der Schreibstil ist flott und präzise, ohne lange Ausschweifungen, was die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Ab und an wünsche ich mir ein paar tiefere Einblicke in Sarahs Innenleben, doch die Autorin setzt lieber aufs Tempo und die dichte Handlung – was für Krimifans sicher genau richtig ist. Ein bisschen mehr Ruhephasen hätten dem Buch sicher gutgetan, um den Figuren noch mehr Raum zum Atmen zu geben.
Wer Lust hat auf einen clever konstruierten Krimi mit politischem Hintergrund und einer Ermittlerin, die mehr als nur eine Spur hinterlässt, trifft hier genau ins Schwarze. „Bornholmer Spur“ verbindet Spannung mit relevanten Themen und einer Prise Nordsee-Flair – das macht richtig Lust auf mehr.
4.5 von 5 Sternen – solides Handwerk mit Herz und Hirn. Ein Buch, das man gern weiterempfiehlt und das nachhallt.
Klappentext
Bestsellerspannung an der Ostseeküste: der sechste Fall für BKA-Beamtin Sarah Pirohl.