Wenn dir das hier gefiel …
Das Schweigen des Tintenmeisters: Glass and Steele
Key Facts
Kritik
Von Anfang an zieht „Das Schweigen des Tintenmeisters: Glass and Steele“ einen in seinen Bann – nicht zwingend nur wegen der magischen Welt, sondern weil die Geschichte sich so angenehm nah an den Emotionen der Hauptfiguren entlanghangelt. Matt und India, die gerade auf eine bessere Zukunft hoffen, sehen sich plötzlich mit einem Mordfall konfrontiert, der ihre ohnehin schon wankenden Nerven auf die Probe stellt. Als der umstrittene Tintenmagier und Reporter Oscar Barratt um ihre Hilfe bittet, beginnt eine rasante Suche nach der Wahrheit – und plötzlich öffnen sich Türen in eine dunkle Unterwelt voller Geheimnisse, Erpressung und exklusiver magischer Sammler.
Die Figuren sind dabei das Herzstück: Matt und India sind sympathisch und lebendig geschrieben, ihre Sorgen und Hoffnungen spürt man mit jeder Seite. Besonders toll fand ich, wie C.J. Archer es schafft, die magische Komponente geschickt mit menschlichen Zwischentönen zu verknüpfen. Der Schreibstil ist flott, locker und mit genau der richtigen Würze an Spannung, damit man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Manchmal merkt man zwar, dass die Geschichte etwas konstruiert wirkt – etwa wenn es um die immer umfangreicheren Geheimnisse geht –, aber das schmälert den Lesespaß nicht groß.
Ein echter Wermutstropfen ist leider die deutsche Übersetzung. Da schleichen sich teils unschöne Fehler und holprige Satzstellungen ein, die den Lesefluss unnötig bremsen. Ich konnte nicht anders, als hier und da die Stirn zu runzeln – mit etwas mehr Sorgfalt hätte das Buch noch runder wirken können. Auch die ursprüngliche Kritik, dass das Tempo zum Teil etwas künstlich gedehnt wird, ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Trotzdem schafft Archer es, im Finale nochmals ordentlich Tempo aufzunehmen und neugierig auf mehr zu machen.
Kurz gesagt: Wer Lust auf einen Mix aus Magie, Spannung und emotionalen Momenten hat, wird hier gut bedient – vorausgesetzt, man ist nicht allzu empfindlich gegenüber kleinen sprachlichen Stolperern. Für Fans von urbaner Fantasy mit einem Hauch von Intrige und sympathischen Protagonisten ist „Das Schweigen des Tintenmeisters“ definitiv einen Blick wert.
4 von 5 Sternen – Eine spannende Lektüre, die trotz kleiner Schwächen neugierig auf weitere Abenteuer macht.
Klappentext
Als der Herausgeber der Weekly Gazette getötet wird, will der umstrittene Reporter und Tintenmagier Oscar Barratt, dass India und Matt ermitteln. Da er auf magischem Papier verfasste Drohbriefe empfangen hat, hält er sich für das beabsichtigte Opfer. Die Verdächtigen reichen von Oscars Bruder über Gildemeister bis hin zu Londons Elite, und India und Matt haben viel zu tun.
Doch je mehr sie forschen, desto mehr dunkle Geheimnisse kommen ans Licht. Geheimnisse, bei denen es um Erpressung und einen exklusiven Club von Magiesammlern geht, die den Wert ihrer Sammlungen erhalten möchten. Eines dieser Geheimnisse könnte India und Matt die Zukunft ermöglichen, die sie sich wünschen – werden sie sich auf Erpressung einlassen oder auf ihr Glück verzichten?
Dieses Buch ist ein USA Today Bestseller.