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Der Verdächtige
Key Facts
Kritik
Kaum hat man die ersten Seiten von „Der Verdächtige“ aufgeschlagen, wird man schon mitten in einen Sog aus Spannung und moralischem Dilemma gezogen. Lacy Stoltz, Anwältin bei der Gerichtsaufsichtsbehörde in Florida, ist eine Frau mit Rückgrat, die es satt hat, dass Korruption immer wieder unter den Teppich gekehrt wird. Doch dieser Fall setzt dem Ganzen die Krone auf: Ein Richter, der nicht nur Geld, sondern sogar Leben nimmt – und damit alles auf den Kopf stellt.
Die Geschichte zieht einen mit ihren knallharten Wendungen richtig mit, ohne dabei in Übertreibungen zu verfallen. Grisham gelingt es, mit einem scharfen Blick für Details und einer Prise Humor das düstere Thema greifbar zu machen. Lacy wächst einem schnell ans Herz: schlau, zäh, und doch nicht unverwundbar. Man fiebert mit ihr mit, spürt jede Unsicherheit und jeden kleinen Triumph, den sie erringt.
Einziger kleiner Wermutstropfen: Manche Passagen ziehen sich ein bisschen, vor allem wenn der juristische Apparat erklärt wird. Aber hey, das ist wohl der Preis für Authentizität. Wer sich darauf einlässt, wird mit einem vielschichtigen Thriller belohnt, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt.
Fazit: Wer Lust auf einen cleveren Rechts-Thriller hat, der Menschen auf allen Seiten zeigt, sollte hier zugreifen. „Der Verdächtige“ verbindet komplexe Charaktere mit einer Handlung, die richtig in die Knochen geht – nichts für nebenbei, dafür umso besser für spannende Lesestunden. Vier von fünf Sternen!