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Drei Sekunden
Key Facts
Kritik
Schon die ersten Seiten von „Drei Sekunden“ haben mich förmlich in den Bann gezogen – dieser Mix aus knallharter Action und einer fieberhaft nervenaufreibenden Doppelwelt macht das Buch zu einem echten Pageturner. Die Geschichte erzählt von einem Undercover-Agenten, der mitten in der polnischen Mafia sitzt und dabei seine Familie daheim nicht aus den Augen verliert. Klingt nach einem Spagat, der fast unmöglich erscheint? Genau so bewegt sich der Protagonist ständig am Rande des Todes, weiß, dass ihm nur drei Sekunden bleiben, bevor alles kippen kann. Dieses Gefühl, das Leben im Sekundentakt zu riskieren, zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung und sorgt für eine Spannung, die es in sich hat.
Die Figuren sind mehr als nur Klischees – vor allem der Hauptcharakter, der in zwei Welten gleichzeitig lebt, wirkt unglaublich authentisch. Man spürt förmlich die Zerrissenheit zwischen dem Familienvater und dem eiskalten Agenten. Der Schreibstil ist dabei ziemlich direkt und schnörkellos, was perfekt zu dem Thema passt. Dabei musste ich mich am Anfang ein bisschen reinfinden, auch weil die Namen der Personen schnell durcheinandergehen können. Aber wer sich darauf einlässt, wird mit einem äußerst realistischen und düsteren Blick in die kriminellen Machenschaften belohnt, der einen nicht loslässt.
Ein kleiner Wermutstropfen: Manche Passagen wirken ein bisschen holprig übersetzt, was den Lesefluss hier und da stört. Außerdem hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Hintergrund zu den Nebenfiguren gewünscht – das hätte dem Ganzen noch mehr Tiefe verliehen. Trotzdem merkt man, dass Roslund & Hellström detailliert recherchiert haben und das Ganze sehr nah an der Realität spielt.
Fazit: Wer Lust auf einen intensiven Thriller hat, der nicht nur mit Action, sondern auch mit einer starken emotionalen Komponente punktet, der sollte „Drei Sekunden“ unbedingt eine Chance geben. Ein Buch, das einen fesselt, manchmal ein bisschen anstrengend ist, aber definitiv spannend bis zum Schluss. Von mir gibt’s solide 4 von 5 Sternen.
Klappentext
Er lebt ein Doppelleben. Das eine mit seiner Frau und den beiden kleinen Söhnen, für die er alles tun würde. Und das andere als Undercover-Agent, eingeschleust bei der polnischen Mafia. Jeden Tag riskiert er sein Leben. Doch der neue Auftrag ist sein bisher gefährlichster: Er soll die Geschäfte der Drogenmafia in einem Hochsicherheitsgefängnis an sich reißen. Der Auftrag kommt von seinen polnischen Freunden, aber auch seine schwedischen Kollegen unterstützen dieses Vorhaben. Der Mann, der zwei Namen hat, weiß, dass er jetzt allein ist, dass er in nur drei Sekunden tot sein kann, wenn seine Deckung auffliegt. Deshalb macht er einen Plan, den nur er allein kennt.