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Vollendung
Key Facts
Kritik
Schon in den ersten Seiten packt „Vollendung“ von Veit Etzold einen direkt am Kragen und lässt einen nicht mehr los. Es ist kein gewöhnlicher Thriller, sondern eine düstere Reise in die Abgründe der Selbstoptimierung und Manipulation – und das alles mitten in Berlin. Die Handlung dreht sich um eine grausame Mordserie, die alle Opfer verbindet: sie alle wollten perfekt sein – oder zumindest dem Perfektionismus verfallen. Hauptkommissarin Clara Vidalis steht nicht nur vor einem brutalen Rätsel, sondern auch vor ihrer größten persönlichen Herausforderung: ihre Tochter ist in die Fänge einer gefährlichen Sekte geraten.
Clara ist tough, clever und zugleich verletzlich, was sie vielschichtig und glaubwürdig macht. Etzold erzählt rasant, mit einem klaren, schnörkellosen Stil, der Spannung zu jeder Zeit hochhält. Besonders gelungen ist der psychologische Fokus, der das Thema Selbstoptimierung von einer komplett neuen, verstörenden Seite beleuchtet. Man spürt, dass da mehr als nur ein Kriminalfall auf dem Spiel steht – es geht um Manipulation, Gruppenzwang und den Wunsch, alles zu kontrollieren, was gerade in der heutigen Zeit erschreckend real wirkt.
Klar, manchmal verliert sich die Story etwas in zu vielen Details und Passagen, die ein bisschen langatmig geraten, aber das schmälert das Gesamtbild kaum. Und ja, es wird stellenweise schon ganz schön düster, das ist nichts für zarte Nerven – aber wer genau darauf Lust hat, wird mit einem intensiven und ungewöhnlichen Thriller belohnt.
Insgesamt fühlt sich „Vollendung“ wie ein Sprung ins kalte Wasser an: krass, packend, manchmal verstörend, aber extrem fesselnd. Wer Lust auf einen Thriller mit Tiefgang, der nicht nur Nervenkitzel, sondern auch Denkanstöße liefert, hat, sollte definitiv zugreifen.
Meine klare Bewertung: 4 von 5 Sternen. Ein etwas raues, aber spannendes Leseerlebnis, das man so schnell nicht vergisst.
Klappentext
Härter, perfider, persönlicher: Fall 10 für Clara Vidalis!
Im harten Berlin-Thriller »Vollendung« von Bestseller-Autor Veit Etzold gerät die Tochter von Clara Vidalis in den Bann einer mörderischen Sekte.
Berlin wird von einer bizarren Mordserie erschüttert; die Opfer sterben auf grausame und ritualisierte Weise. Es stellt sich heraus, dass sie alle eines gemeinsam haben: den unbedingten Wunsch zur Selbstoptimierung.
Hauptkommissarin Clara Vidalis stößt im Darknet auf das Forum einer Sekte, deren Guru sich selbst »Vollender« nennt. Im Namen der Perfektion treiben seine Anhänger sich gegenseitig zu unmenschlichen Extremen an. Als Clara herausfindet, dass ihre psychisch labile Tochter sich der Sekte angeschlossen hat, ist sie bereit, alles zu riskieren – ihre Identität, ihre Moral und ihr eigenes Leben. Doch je näher sie dem »Vollender« kommt, desto stärker spürt sie die manipulative Macht seines Wahnsinns.
Bis zur letzten Seite packend und verstörend: wenn Selbstoptimierung zur Todesfalle wird
Mit dem 10. Band seiner Thriller-Reihe um Patho-Psychologin Clara Vidalis ist Veit Etzold wieder ein knallharter Pageturner gelungen: eiskalter Nervenkitzel um die Abgründe der menschlichen Psyche, die Macht von Gruppenzwang und den schmalen Grat zwischen Perfektion und Perversion.
Clara Vidalis – die Frau, die so leicht nichts erschüttern kann –, löst ihre Fälle in folgender Reihenfolge:
Final CutSeelenangstTodeswächterDer TotenzeichnerTränenbringerSchmerzmacherBlutgottHöllenkindFinal BloodVollendung