Wenn dir das hier gefiel …
Perry Rhodan 3381: Die Coyn-Katastrophe
Key Facts
Kritik
Man steigt sofort mitten hinein in ein Universum, das mit seiner futuristischen Weite und tiefgründigen Ideen das Kopfkino so richtig anwirft. „Die Coyn-Katastrophe“ entführt uns 4000 Jahre in der Zukunft – die Erde ist längst nicht mehr nur Heimat, sondern das Herzstück eines galaktischen Sternenreichs, das friedlich mit anderen Völkern der Milchstraße koexistiert. Doch dieses fragile Gleichgewicht gerät ins Wanken, als Perry Rhodan eine Vision verfolgt, die Grenzen der Milchstraße zu sprengen und völlig neue Galaxien mit dem Kurierschiff PHOENIX zu erreichen.
Christian Montillon bringt mit dieser Episode frischen Wind in die Serie und setzt sein Augenmerk besonders auf Reginald Bull und sein Team, das exzellent gezeichnet und mit viel Persönlichkeit ausgestattet ist. Die Figuren wirken authentisch – nicht einfach helle Köpfe in Raumschiffen, sondern Menschen mit Ecken und Kanten, die unangenehme Entscheidungen treffen müssen. Mir hat gefallen, wie lebendig und dynamisch der Autor die Charaktere agieren lässt, ohne dass man sich in Sci-Fi-Fachsimpelei verliert.
Der Schreibstil ist angenehm zugänglich und flüssig, ideal für alle, die gerne schnell in eine komplexe Welt eintauchen, ohne von einer Überdosis technischer Details erdrückt zu werden. Trotzdem wird die Handlung nie oberflächlich – Spannung und Tempo sind dauerhaft vorhanden, so dass man das Buch kaum weglegen möchte. Besonders gelungen fand ich die Balance zwischen politischen Intrigen in der Heimatgalaxis und den abenteuerlichen Erkundungen der fremden Galaxie Malora.
Ein kleiner Wermutstropfen: Für Neulinge im Perry-Rhodan-Universum könnte die Fülle an Namen, Fraktionen und Hintergrundinfos zu Beginn leicht überwältigend sein. Wer aber Spaß an weitverzweigten Science-Fiction-Sagas hat, wird sich schnell zurechtfinden und von der Story mitgerissen fühlen.
Kurz gesagt: Wer Lust auf eine epische Weltraumoper mit viel Herz, klugen Ideen und einer Prise Nervenkitzel hat, trifft hier genau ins Schwarze. Ein atmosphärisch dichter Science-Fiction-Roman, der Lust macht, gleich weiterzublättern – oder direkt den nächsten Band zu lesen.
4 von 5 Sternen.
Klappentext
Perry Rhodan hat darüber hinaus eine Vision: Er will die Verbindungen zu anderen Galaxien ausbauen. Das Projekt von San soll das ermöglichen. Künftig werden Kurierschiffe des Typs PHOENIX zwischen den Sterneninseln reisen.
Der PHOENIX selbst ist unter dem Kommando von Reginald Bull unterwegs. Mittlerweile haben Bull und sein Team die ferne Galaxis Malora erreicht und sind dort auf die sogenannten Trassenmacher gestoßen – sie können die Zusammenhänge zur Milchstraße aber nicht herstellen.
In der Heimatgalaxis spitzt sich die Lage derzeit zu. Während die Sternenreiche versuchen, das Elysion zu gründen, ein Bündnis über die Grenzen der Sterneninsel hinweg, machen ihre Gegner mobil. Die sogenannten Legaten wollen einen vernichtenden Schlag gegen die Superintelligenz ES führen.
Verschiedene Einsatzgruppen gehen auf Missionen, um ES beistehen zu können. Einem Team blüht dabei DIE COYN-KATASTROPHE …