Wenn dir das hier gefiel …
Das Monument der Hoffnung
Key Facts
Kritik
Manchmal erwischt mich ein Buch einfach mit voller Wucht – so ging es mir mit „Das Monument der Hoffnung“. Ildefonso Falcones entführt uns ins Neapel des 15. Jahrhunderts, wo Arnau Estanyol, Enkel eines mächtigen Seekonsuls, nicht nur in den Kampf um die Stadt verwickelt ist, sondern auch gegen familiäre Intrigen kämpft, die ihm und seinen Liebsten das Leben zur Hölle machen. Klingt nach einem historischen Drama mit ordentlich Schwung, und genau das bekommt man hier.
Die Handlung wirbelt um Macht, Verrat, Liebe und Loyalität und bleibt dabei überraschend frisch, obwohl man dachte, man hätte schon alles über Arnau gehört. Besonders Arnau selbst als Charakter bringt viel Tiefe mit – ein Mann, der trotz allem versucht, das Richtige zu tun, auch wenn das Schicksal ihm oft den Teppich unter den Füßen wegzieht. Seine Stieftochter wirkt überraschend lebensecht, und die Verstrickungen rund um die Familienfehde sorgen für richtig nervenaufreibende Momente. Falcones’ Erzählstil ist gewohnt flüssig, er versteht es, Geschichte lebendig und greifbar zu machen, ohne dabei in zu viel Detailverliebtheit zu versinken. Das Tempo passt – spannend, aber nie gehetzt.
Klar, wenn man es ganz genau nimmt, hätten einige Nebenfiguren noch ein bisschen mehr Profil vertragen können, und an manchen Stellen zieht sich die Geschichte etwas – aber das sind wirklich Kleinigkeiten in einem ansonsten packenden Werk. Auch, wenn du die Vorgänger nicht kennst, solltest du mit „Das Monument der Hoffnung“ klarkommen – es steht für sich.
Für alle, die Lust haben auf ein historisches Abenteuer voller Herz und Kante, ist das hier eine sichere Bank. Ich habe das Buch mitgenommen und im Nu verschlungen – was will man mehr?
4 von 5 Sternen – ein solides, emotionales Leseerlebnis, das Lust auf mehr macht.
Klappentext
Neapel im 15. Jahrhundert: Arnau Estanyol, Enkel eines der größten Seekonsulen Spaniens, dient dem König von Aragonien bei der Eroberung Neapels. Der prächtige Palast, in den er eingezogen ist, kann ihn jedoch nicht vor seinem größten Feind bewahren: Arnaus Halbbruder hat sich gegen ihn verschworen und ist bereit, ihm alles zu nehmen. Seine Angriffe treffen die Menschen, die Arnau am wichtigsten sind, angefangen bei seiner Stieftochter. In diesen dunklen Zeiten wird Arnau miterleben, wie sich die Welt um ihn herum verändert, wie sich die Kunst des Krieges wandelt und wie die Liebe selbst das härteste Herz berühren kann.
Eine Geschichte über Liebe, Loyalität und Rache - auch unabhängig von "Die Kathedrale des Meeres" und "Die Erben der Erde" lesbar.