Wenn dir das hier gefiel …
Dunkles Wasser
Key Facts
Kritik
Manchmal gibt es Bücher, die packen dich sofort, als stünde man selbst mitten in einem tobenden Sturm an der schottischen Küste – genau so ist es bei „Dunkles Wasser“. Der Ausgangspunkt ist schon ziemlich düster: In einer stürmischen Nacht wird eine Familie brutal überfallen, nur eine einzige Person überlebt, und plötzlich stehen wir vor einem Rätsel ohne erkennbare Spur. Die Geschichte entwickelt sich dann zu einem spannungsgeladenen Katz-und-Maus-Spiel, bei dem zwei Ermittler, Kate Linville und Caleb Hale, nach und nach das dunkle Geflecht von Geheimnissen entwirren – und ja, das liest sich richtig gut.
Was mir besonders gefallen hat: Charlotte Link versteht es, Figuren zu erschaffen, die nicht nur Klischees bedienen, sondern echte Menschen mit Ecken und Kanten sind. Iris, die Überlebende, bringt diesen emotionalen Kern ins Buch, der einen nicht mehr loslässt. Kate und Caleb dagegen passen perfekt als Ermittler-Duo, ihre Dynamik wirkt locker, aber trotzdem professionell, was der Geschichte diesen außergewöhnlichen Drive gibt. Der Schreibstil ist dabei wunderbar flüssig, lebendig und dadurch auch für zwischendurch gut geeignet, ohne langweilig oder zu schwerfällig zu werden.
Klar, ein paar Stellen sind etwas vorhersehbar, und hin und wieder zieht sich die Handlung ein kleines bisschen – aber ehrlich gesagt stört das den Lesefluss kaum, zumal Link mit viel Gespür für Atmosphäre und Spannung überzeugt. Kleine Gedankengänge zwischendurch machen das Ganze noch lockerer und unterhaltsamer, ohne zu oberflächlich zu wirken.
Wenn du Lust auf einen Thriller hast, der dich in dunkle Abgründe mitnimmt, aber dabei nie zu unnahbar oder verkopft wird, dann ist „Dunkles Wasser“ definitiv eine Leseempfehlung. Charlotte Link liefert hier einen durchdachten, emotional packenden Plot mit Charakteren, die man gerne begleitet – von mir gibt’s verdiente 4,5 Sterne. Ein Buch, das man schnell verschlingt und das noch lange im Kopf bleibt.
Klappentext
Eine stürmische Nacht an der Westküste Schottlands. Zwei Familien, die in einer Bucht zelten, werden im Schlaf von mehreren vermummten Männern überfallen. Die Gewalt eskaliert, am Ende überlebt nur Iris, die älteste Tochter einer der Familien, weil es ihr gelingt sich zu verstecken. Die Kilbride-Morde, wie sie von da an genannt werden, können nicht aufgeklärt werden. Viele Jahre später wird Iris plötzlich von einem unheimlichen Stalker verfolgt. Kurz darauf verschwindet ihre Freundin auf einer gemeinsamen Ferienreise spurlos. Opfer eines Verbrechens, das eigentlich Iris galt? Zufällig trifft Iris auf Ex-Inspector Caleb Hale. Zusammen mit Kate Linville beginnt er zu ermitteln und gerät, auch persönlich, immer tiefer in einen Albtraum ...
Weitere dunkle Geheimnisse und spannende Mordfälle warten auf Kate Linville und Caleb Hale – lesen Sie auch "Die Suche", "Ohne Schuld", "Einsame Nacht" und "Dunkles Wasser"! Alle Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.