Wenn dir das hier gefiel …
Die Mitternachtsbibliothek
Key Facts
Kritik
Manchmal stößt man auf ein Buch, das einen sofort erreicht – genau so ging es mir mit „Die Mitternachtsbibliothek“ von Matt Haig. Diese Geschichte nimmt dich an die Hand und wirbelt deine Gedanken ordentlich durcheinander, ohne dabei schwerfällig zu wirken. Im Zentrum steht Nora Seed, die an einem Wendepunkt ihres Lebens steht und in einer mystischen Bibliothek landet, die zugleich Zeit und Raum überbrückt. Hier gibt es für sie unendlich viele Bücher, die all die Leben zeigen, die sie hätte führen können. Klingt verlockend, oder? Die Frage ist nur: Bringt es wirklich Glück, in einem anderen Leben zu leben?
Nora ist keine perfekte Heldin, sondern eine aufrichtige, sehr menschliche Figur, mit der man sich schnell verbunden fühlt – mal verzweifelt, mal hoffnungsvoll, manchmal einfach nur müde vom Leben. Matt Haigs Schreibstil ist dabei genau richtig: zugänglich, warmherzig und immer mit einem Schuss Humor, der das Ganze locker hält, ohne den Tiefgang zu verlieren. Sehr schön fand ich, wie er es schafft, schwere Themen wie Sinnsuche, Regret und das Glück im Alltag so natürlich und leichtfüßig zu verpacken, dass man fast neben der Hauptfigur sitzt und mit ihr zusammen über das Leben sinniert.
Ein kleiner Wermutstropfen: An manchen Stellen zieht sich die Erzählung ein bisschen, und man wünscht sich, das Finale könnte etwas langsamer erzählt werden, um die vielen Gedanken noch besser zu verdauen. Trotzdem verliert die Geschichte nie an Sogkraft – im Gegenteil, sie fordert einen auf, das eigene Leben und „Was wäre wenn?“ auf eine neue Weise zu betrachten.
Wer Lust hat auf eine kluge und herzliche Lektüre, die gleichzeitig zum Nachdenken und Träumen einlädt, ist bei „Die Mitternachtsbibliothek“ genau richtig. Ein Buch, das man nicht nur liest, sondern fast erlebt – und das noch lange nach dem letzten Satz nachklingt.
5 von 5 Sternen.
Klappentext
Klug, emotional und bittersüß: Die Mitternachtsbibliothek ist eine wunderbare Hymne auf das Leben
Stell dir vor, auf dem Weg ins Jenseits gäbe es eine riesige Bibliothek, gefüllt mit all den Leben, die du hättest führen können. Alles, was du jemals bereut hast, könntest du ungeschehen machen. Genau dort findet sich Nora Seed wieder, nachdem sie aus lauter Verzweiflung beschlossen hat, sich das Leben zu nehmen. An diesem Ort zwischen Raum und Zeit, an dem die Uhrzeiger immer auf Mitternacht stehen, hat sie plötzlich die Möglichkeit, all das zu ändern, was sie aus der Bahn geworfen hat. Aber kann man in einem anderen Leben glücklich werden, wenn man weiß, dass es nicht das eigene ist?
Matt Haigs zauberhafter Roman erzählt davon, dass uns selbst Entscheidungen, die wir später bereuen, zu den Menschen machen, die wir sind. »Die Mitternachtsbibliothek« ist eine Liebeserklärung an all unsere Eigenheiten und Besonderheiten, an das einzige Leben, das wir haben.
Entdecken Sie auch die anderen Romane von Matt Haig bei Droemer: Der fürsorgliche Mr. Cave, Die Familie Radley, Für immer, euer Prince, Nachricht von Dad, Ich und die Menschen, Die Menschen von A bis Z, Die Unmöglichkeit des Lebens, und den neuen großen Bestseller aus der Mitternachtswelt: Die Mitternachtsreise
Die Mitternachtsbibliothek wird verfilmt: mit der Oscar-nominierten Florence Pugh in der Hauptrolle!