Wenn dir das hier gefiel …
Denn niemand wird dir glauben
Key Facts
Kritik
Schon beim ersten Kapitel sitzt einem das Herz bis zum Hals – wer kann bei der Vorstellung, das eigene Kind inmitten einer U-Bahn-Station zu verlieren, kalt bleiben? Abbie Taylor nimmt uns mit auf eine nervenaufreibende Reise, in der Emma Turner das Grauen jeder Mutter erlebt: ihr Sohn Ritchie verschwindet spurlos. Die Geschichte beginnt fast beiläufig und katapultiert dich dann in einen Strudel aus Angst, Verzweiflung und immer neuen Wendungen.
Die Handlung hält genau das, was der Klappentext verspricht, ohne sich in übertriebenen Thrill abzudrehen. Emma als Figur ist unglaublich authentisch – ihre Verzweiflung fühlt man hautnah, ihr Kampfgeist macht sie zudem liebenswert und greifbar. Antonia, die Fremde, bleibt geheimnisvoll und sorgt für die nötige Portion Spannung. Taylor schreibt klar und flüssig, was das Buch trotz des dichten Themas angenehm lesbar macht. Es ist nicht nur ein Psychothriller, sondern auch eine Erkundung von Vertrauen, Angst und menschlichen Abgründen.
Was mich besonders gepackt hat, ist die Tatsache, dass sich das Buch nicht in typischen Klischees verliert. Es ist schon irgendwie ermüdend, wenn ein Thriller nur auf platte Schockmomente setzt – hier passt die Balance zwischen Psychospielchen und emotionsgeladenen Momenten wirklich gut. Ein kleiner Wermutstropfen: An manchen Stellen hätte ich mir ein bisschen mehr Tiefe bei den Nebenfiguren gewünscht. Die Story läuft dadurch manchmal recht linear und konzentriert sich stark auf Emma, was das Ganze gelegentlich ein bisschen vorhersehbar macht.
Unterm Strich ist „Denn niemand wird dir glauben“ genau das richtige Buch, wenn ihr Lust auf einen Thriller habt, der nicht nur spannend, sondern auch bewegend ist. Wer sich für intensive Emotionen und einen echten Pulsbeschleuniger packt, wird hier definitiv fündig – wobei man sich ruhig auf eine kleine Achterbahnfahrt gefasst machen sollte. Ein Thriller, der unter die Haut geht, ohne dabei an Bodenhaftung zu verlieren.
4 von 5 Sternen – für eine Story, die man so schnell nicht aus dem Kopf bekommt.
Klappentext
Für Emma Turner wird der Alptraum einer jeden Mutter wahr: Beim Einsteigen in die U-Bahn wird sie von ihrem kleinen Sohn Ritchie getrennt, die Türen schließen sich, und Emma bleibt allein am Bahnsteig zurück. Wie durch ein Wunder findet sie Ritchie an der nächsten Station wieder, denn eine hilfsbereite Fremde hat sich ihm angenommen. Diese stellt sich als Antonia vor und überredet Emma, auf den Schreck noch etwas trinken zu gehen. Doch als Emma im Café Antonia für einen Moment aus den Augen lässt, ist diese verschwunden – und hat Ritchie mitgenommen …
Ein Psychothriller, in dem der Alptraum einer jeden Mutter wahr wird.
Dieses Buch geht unter die Haut.