Wenn dir das hier gefiel …
Tod im Wiener Rathaus
Key Facts
Kritik
Schon der erste Blick ins Wiener Rathaus weckt diese besondere Mischung aus Geschichte, Geheimnissen und einem Hauch von Grusel – genau das liefert Beate Maxian in „Tod im Wiener Rathaus“. Man sitzt förmlich mit der Journalistin Sarah Pauli auf der Zunge der Ereignisse, während sich ein Mordfall entfaltet, der so vielschichtig ist wie das ehrwürdige Gebäude selbst.
Im Mittelpunkt steht Sarah Pauli, unsere kluge und schelmisch neugierige Reporterin, die sich in den sechzehnten Fall stürzt, als ein Mann in einem Paternoster mit einem rätselhaften Zeichen auf der Brust aufgefunden wird. Zwischendrin ziehen verschwundene Personen und geheimnisvolle Symbole eine faszinierende und durchaus spannende Spur durch das Herz Wiens. Maxian versteht es, Geschichte und Gegenwart so zu verweben, dass man die Wiener Atmosphäre fast riechen kann – Kaffeehauscharme inklusive.
Der Schreibstil ist dabei angenehm flüssig, mit genug Lockerheit, um nicht belehrend zu wirken, und trotzdem steckt jede Seite voller feiner Details, die das Setting lebendig machen. Sarah selbst ist nicht nur ein cooler Kopf, sondern wirkt mit ihren Macken und ihrem Faible für Aberglauben authentisch und sympathisch. Da hat man richtig Lust, ihr durch die Gänge des Rathauses zu folgen.
Klar, manchmal zieht sich die Geschichte ein wenig, vor allem in den längeren Recherchepassagen, die die Spannung kurzzeitig abbremsen. Auch hätte ich mir an einer oder zwei Stellen noch mehr Tempo gewünscht, besonders im finalen Showdown. Aber das sind Kleinigkeiten, die den Lesefluss nur marginal stören.
Alles in allem ist „Tod im Wiener Rathaus“ genau das richtige Buch für alle, die Lust auf einen atmosphärisch dichten Krimi mit lokalem Flair haben – perfekt für Wien-Liebhaber und Fans, die gern einen Hauch von Symbolik und Rätsel mögen. Ein schönes Kopfkino mit einer taffen Protagonistin, die man nicht so schnell vergisst.
4 von 5 Sternen – ein solider, spannender Krimi, der Lust auf mehr macht.
Klappentext
An einem sonnigen Junitag ist die Journalistin Sarah Pauli für den Wiener Boten im altehrwürdigen Rathaus der Donaumetropole. Dort findet ein prestigeträchtiges Event zur bewegten Geschichte des prächtigen Gebäudes statt. Doch die Veranstaltung endet jäh, als ein Toter im Paternoster entdeckt wird. Das Merkwürdige: Auf der Brust des Mannes prangt ein rätselhaftes Zeichen, und in seiner Tasche findet die Polizei den Bibliotheksausweis einer Frau, die seit Monaten verschwunden ist. Sarah, die ein Faible für Aberglauben und Symbolik hat, beginnt sofort zu recherchieren. Unterdessen sucht der Mörder weiter die Rathaushallen heim und ist ihr stets einen Schritt voraus …