Wenn dir das hier gefiel …
Operation Iron Storm
Key Facts
Kritik
Schon beim Auftakt von „Operation Iron Storm“ fühlte ich mich mitten ins tobende Europa des Jahres 1916 katapultiert – staubige Schützengräben, hochspannende Geheimdienstaktionen und ein Held, der mit einer Mischung aus Cleverness und Mut besticht. Wer auf historische Abenteuer mit einem ordentlichen Schuss Spannung steht, bekommt hier genau das Richtige serviert.
Isaac Bell wird vom US-Präsidenten höchstpersönlich als Beobachter in den Ersten Weltkrieg geschickt – obwohl die USA offiziell noch außen vor sind. Aber Lichtjahre von der typischen Schreibtischspionage entfernt, schlägt sich Bell an der Seite britischer Piloten durch Luftkämpfe und Gefangenschaft, nur um einem teuflischen Plan auf die Spur zu kommen, der den Krieg direkt in amerikanische Städte tragen soll. Die Handlung ist knackig, temporeich und hält mehr als genug Überraschungen bereit, um den Puls hochzutreiben.
Isaac Bell ist der klassische Cussler-Held: smart, zäh und niemals um eine schlagfertige Antwort verlegen. Die Zusammenarbeit mit Jack Du Brul merkt man dem Text an, vor allem in den gut getimten Actionszenen und der stimmigen historischen Atmosphäre. Der Schreibstil ist flott, zugänglich und streut immer wieder humorvolle Bemerkungen ein, die das Leseerlebnis angenehm leicht machen – selbst bei ernsterem Stoff.
Weniger begeistert hat mich stellenweise, dass die Charaktere etwas stereotyp bleiben und manch Dialog arg konstruiert wirkt, fast wie vom Reißbrett. Auch die technischen Details sind manchmal etwas ausführlich, was den Erzählfluss kurz hemmt. Dennoch: Das nimmt die Spannung nicht wirklich weg.
Wenn Sie Lust auf ein Anpacker-Abenteuer voller Geschichte, Heldentum und Höchstspannung haben, das keinen komplizierten Ballast mit sich schleppt, ist „Operation Iron Storm“ eine exzellente Wahl. Perfekt für alle, die im Spannungsgenre gern mal in andere Zeiten reisen und dabei einen charmanten Ermittler an ihrer Seite wissen möchten.
4 von 5 Sternen – ein solider Historienthriller mitunter etwas vorhersehbar, aber dank Isaac Bell trotzdem ein ganz großes Lesevergnügen.
Klappentext
1916: Noch sind die USA nicht in den Ersten Weltkrieg eingetreten. Dennoch wird Isaac Bell von Präsident Wilson als Beobachter abkommandiert. Als tapfere britische Piloten sich auf eine Mission mit wahrscheinlich tödlichem Ausgang begeben, kann Bell nicht anders, als sie zu begleiten. Im Gefecht gegen den Roten Baron wird er gefangen genommen. Doch das erweist sich als Glück im Unglück. Denn nur so erfährt Isaac Bell von dem teuflischen Plan, den Krieg auf Amerikas Straßen zu bringen. Noch in Gefangenschaft ist er der Einzige, der diesen Schrecken von den USA abwenden kann.
Jeder Band ein Bestseller und einzeln lesbar. Lassen Sie sich die anderen Fälle von Isaac Bell, Amerikas fähigstem Privatermittler, nicht entgehen, zum Beispiel die packenden Action-Abenteuer "Seewölfe" oder "Die Fälscher".