Cover Kommissar Ubben und das Moorgrab: Ostfrieslandkrimi
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Autor:
Erschienen:
2026-05-14
Preis:
2,99 € (EUR)
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Kommissar Ubben und das Moorgrab: Ostfrieslandkrimi

Kritik

Kaum hat man die ersten Seiten von „Kommissar Ubben und das Moorgrab“ aufgeschlagen, spürt man sofort diesen besonderen norddeutschen Flair – rau, geheimnisvoll und irgendwie melancholisch. Tom Willhaus zieht uns mitten hinein in die stille Welt Ostfrieslands, wo das Moor seine ganz eigenen Geschichten erzählt – und sie sind alles andere als harmlos.

Die Handlung startet mit der Entdeckung einer Leiche im Torf des Ewigen Meeres, die zunächst wie ein archäologischer Fund wirkt, sich dann aber als lang vermisster junger Mann entpuppt. Das setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die Kommissar Finn Ubben auf den Plan rufen. Dieser Typ ist keine Klischee-Polizei, sondern ein bodenständiger, cleverer Ermittler mit einer ruhigen, fast schon stoischen Art, die ich richtig gern mochte. Er bohrt nach und kitzelt nach und bringt so eine Dorfgemeinschaft ans Licht, die uns mit ihrer Verschwiegenheit und alten Familienbande ordentlich ins Grübeln bringt.

Der Plot hat mich ganz schön in seinen Bann gezogen, nicht nur weil die Verstrickungen menschlich und glaubwürdig erzählt sind, sondern auch durch die dichte Stimmung, die Willhaus schafft. Man spürt förmlich das Moor unter den Füßen, die feuchte Kälte, die Geheimnisse, die durchs Zwischenland wehen. Trotzdem bleibt die Erzählung immer gut lesbar und kommt ohne unnötige Längen daher – prima für alle, die Spannung mögen, aber keinen Krimi, bei dem man ständig den Überblick verliert.

Ein kleiner Kritikpunkt: Manchmal hätte der ein oder andere Charakter noch etwas mehr Tiefgang vertragen können, besonders die Nebenfiguren wirken stellenweise ein bisschen klischeehaft. Aber das nimmt der Geschichte kaum die packende Atmosphäre.

Wer Lust hat auf einen soliden Ostfrieslandkrimi, der ohne viel Firlefanz auskommt, dafür mit ganz viel Herz und einem Hauch nordischer Melancholie punktet, der ist hier genau richtig. Klassischer Ermittlerplot trifft auf tiefgründige Familiengeheimnisse und eine Landschaft, die selbst zur Hauptfigur wird.

Fazit: Ein spannender Krimi mit bodenständigem Ermittler und einer dichten, moorigen Atmosphäre, der Lust macht auf mehr – definitiv eine Empfehlung für Freunde regionaler Krimis mit Flair.

Bewertung: 4 von 5 Sternen.

Klappentext

Das Moor vergisst nicht. Und es verzeiht nicht. Als bei Renaturierungsarbeiten im Ewigen Meer, Ostfrieslands größtem Hochmoorsee, eine Leiche im Torf gefunden wird, scheint es zunächst ein Fall für die Archäologen zu sein. Doch der erste Eindruck täuscht: Der Tote ist keine jahrhundertealte Moorleiche, sondern Klaas Folkerts, ein junger Mann, der vor fünfzehn Jahren nach einem Dorffest spurlos verschwand. Alle glaubten, er sei einfach abgehauen. Das Moor erzählt eine andere Geschichte. Hauptkommissar Finn Ubben aus Aurich übernimmt den Fall und taucht ein in die schweigsame Welt einer alten Fehnsiedlung. Er stößt auf eine Mauer des Misstrauens und auf eine Lüge, die eine ganze Dorfgemeinschaft fünfzehn Jahre lang zusammengehalten hat. Im Zentrum der Ermittlungen steht die mächtige Familie Harms. Deren Tochter Silke war die große Liebe des Opfers, ihr Ehemann Hinrich sein bester Freund und Rivale, und der Patriarch Gerd Harms ein Mann, der Klaas' Verschwinden nie bedauert hat. Während Ubben mit seiner ruhigen, unnachgiebigen Art an den Grundfesten der Gemeinschaft rüttelt, wird klar, dass die Wahrheit von damals gefährlicher ist als jede Lüge. Denn in der flachen, endlosen Weite Ostfrieslands sind die tiefsten Geheimnisse nicht im Moor vergraben, sondern in den Herzen der Menschen.

FAQ

Das Moor vergisst nicht. Und es verzeiht nicht.…

Ein spannender Krimi mit bodenständigem Ermittler und einer dichten, moorigen Atmosphäre, der Lust macht auf mehr – definitiv eine Empfehlung für Freunde regionaler Krimis mit Flair. Bewertung: 4 von 5 Sternen.

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Sanne39
⭐ 2/5 · 23.05.2026
Groschenroman
Alles irgendwie kurz angeschnitten, Charaktere nicht ausgearbeitet, flache Story. Nicht empfehlenswert
Sanne39
⭐ 2/5 · 20.05.2026
Keine Überraschung
… sondern ein typischer Vertreter des Uksak Verlages/Alfred Bekker. Groschenheft Qualität

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