Cover Sonne und Beton
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Autor:
Erschienen:
2017-03-10
Preis:
4,99 € (EUR)
Apple Store Rating:
4.50/5 (358 Bewertungen)
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Sonne und Beton

Kritik

Schon beim ersten Satz zieht „Sonne und Beton“ einen direkt in die brodelnde Hitze des Berliner Beton-Dschungels – man spürt förmlich die Schwüle, die Luft flirrt, und die Gedanken der vier Jungs, die mitten im Chaos ihres Sommers stecken. Felix Lobrecht schafft es, aus einer vermeintlich einfachen Geschichte ein lebendiges Porträt einer rauen Großstadthelden-Welt zu zaubern, die keiner von uns so wirklich kennt – oder kennen will.

Im Kern geht es um das Erwachsenwerden in einer sozialen Realität, die brutal ehrlich und manchmal gnadenlos ist. Vier Freunde, deren Leben sich an einem heißen Sommertag plötzlich verändern, schlagen sich durch den Alltag zwischen Langeweile, Gewalt und einer nicht enden wollenden Suche nach Orientierung. Die Figuren sind keine Helden, sie sind echt, mit Ecken und Kanten – oft laut, oft verletzlich, manchmal einfach nur verzweifelt. Das macht sie greifbar, beinahe zu Nachbarn, mit denen man einen Moment begleitet.

Lobrechts Schreibstil? Direkt, schnörkellos und voller Berliner Schnauze. Hier gibt’s keinen unnötigen Ballast, sondern schnelle Dialoge, die das Buch dynamisch machen und eine ziemlich dichte Atmosphäre schaffen. Manche könnten sich an der umlaufenden „Jugendsprache“ reiben – ja, „Digga“ taucht öfter auf, und ja, manchmal muss man kurz runterschalten, um dem Slang zu folgen. Aber genau das ist auch das Herzstück: Authentizität, pure Realität, wie sie eben ist, nicht wie wir sie uns wünschen. Für alle, die sich an sprachlicher Vielfalt nicht stören, ist das ein echtes Plus.

Dass das Ende recht knapp und abrupt daherkommt, nervt ein bisschen – da hätte ich gern noch ein paar Seiten mehr erlebt, um ganz abzuschließen oder Hoffnung mitzunehmen. Trotzdem bleibt das Buch im Gedächtnis, weil es durch seine Tiefe unter die Haut geht, auch ohne dicke Versicherungsschichten drumherum. Wer auf Coming-of-Age-Geschichten mit viel Substanz, Berlin-Feeling und einer ordentlichen Portion Reflexion steht, sollte hier definitiv reinschauen.

Kurz gesagt: „Sonne und Beton“ ist ein frischer, mitreißender Blick in eine Welt, die sonst oft nur am Rande wahrgenommen wird. Toll für alle, die keine Scheu vor Ecken und Kanten haben – und Lust auf eine Geschichte, die nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken bringt.

Bewertung: 4,5 von 5 Sternen.

Klappentext

Der autobiographisch inspirierte Coming-of-Age Roman Bestseller des bekannten Stand-up Comedian und Podcaster Felix Lobrecht: mitreißend und zum Nachdenken anregend!

»Lobrecht schafft es, den Leser mit seinen schnellen Dialogen und der schnörkellosen Story an den Roman zu fesseln.« RBB Radio Fritz

Ein heißer Sommer. Vier Jungs in den Hochhausschluchten der Großstadt. Eine folgenschwere Entscheidung.

In seinem von der Kritik gefeierten Debütroman erzählt Felix Lobrecht in schnellen Dialogen voller Witz eine Geschichte mitten aus der sozialen Realität der Häuserblocks, wo Gewalt und Langeweile den Alltag prägen.

»Dieses Buch ist ein Knaller. Echt, wahrhaftig, authentisch. Eine Aufforderung, genauer hinzusehen - auch für alle, die in diesem Land politische Verantwortung tragen. « Bezirksbürgermeisterin Berlin-Neukölln

Ein Roman, »irgendwo zwischen Tschick und Victoria« (Jacqueline Thör, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

*** Für alle, die Coming-of-Age Romane lesen, die unter die Haut gehen. Dieses Buch ist ein Muss für Fans von Felix Lobrecht Fans. ***

FAQ

Der autobiographisch inspirierte Coming-of-Age Roman Bestseller des bekannten Stand-up Comedian und Podcaster Felix Lobrecht: mitreißend und zum Nachdenken anregend!»Lobrecht schafft es, den Leser mit seinen schnellen Dialogen und der schnörkellosen Story an den Roman zu fesseln.« RBB Radio FritzEin heißer Sommer. Vier Jungs in den Hochhausschluchten der Großstadt.…

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übernommen & regelmäßig aktualisiert
Tanja Dittrich
⭐ 5/5 · 10.02.2025
Grandios - (überraschend) ein Meisterwerk
Die einfache Sprache und der Slang der Straße widersprechen in keinster Weise der intellektuellen Schärfe und Tiefe der behandelten Themen. Im Gegenteil. Sie ziehen den Leser eklatant in die Welt der sozialen Ungerechtigkeit und manch einer - der oder die sich aus solchen Gefilden herausentwickeln konnte - erlebt sicherlich ein Dejavu und fühlt sich in eine andere Zeit zurückgebeamt.
TommyBü
⭐ 5/5 · 23.07.2023
Klasse Buch
Durch die Berliner Sprache und die daraus im Buch resultierenden Gespräche und die Erzählungen nehmen einen so mit, das man beim lesen denkt, man wäre dabei gewesen.
Golaf234
⭐ 3/5 · 14.03.2023
Binge Reading
Leichte Kost zum Lesen. Manchmal verwirrend, da erst nach ein paar Sätzen klar wird, wo man sich in der Geschichte befindet. Die „Gesprochene“ Sprache ist sehr gewöhnungsbedürftig. Ein paar „Digga“ weniger hätten es auch getan. Das Ende - von vielen bemängelt - finde auch viel zu abrupt, als hätte der Autor keinen Bock mehr auf ein neues Kapitel gehabt. Ich kann nichts aus dem Buch mitnehmen und werde es nächste Woche auch schon vergessen haben. Zum mal zwischendurch lesen ok.
A.Breisch
⭐ 3/5 · 07.02.2023
Ende ?
Viel zu plötzlich geendet? Hee? Was war das? Nicht mal ein Tag und das Ding ist durchgelesen und man hat kein Ende. Bis zum Ende gut, aber dass es so plötzlich aufhört, hat’s mir persönlich kaputt gemacht.
87JG87
⭐ 5/5 · 16.06.2022
Lustig leicht
ich behaupte, dass die Story das Leben in der Gropiusstadt (selber im MV aufgewachsen) in den frühen 2000er lebensnah widerspiegelt. Leicht und locker geschrieben, liest sich schnell weg, nicht super deep, aber mal gut zu reflektieren wie weit das Leben Erwachsener und Jugendlicher auseinanderklafft, vor allem wenn man sich einander nicht glaubt/richtig zuhört.
* Sam 1210 *
⭐ 3/5 · 29.10.2021
Wo ist das Ende?
Cooler Stil, sicher anstrengend so zu schreiben. Aber die Story hat kein Ende, keine Moral von der Geschicht, kaum eine Botschaft. Schade.

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