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Sonne und Beton
Key Facts
Kritik
Schon beim ersten Satz zieht „Sonne und Beton“ einen direkt in die brodelnde Hitze des Berliner Beton-Dschungels – man spürt förmlich die Schwüle, die Luft flirrt, und die Gedanken der vier Jungs, die mitten im Chaos ihres Sommers stecken. Felix Lobrecht schafft es, aus einer vermeintlich einfachen Geschichte ein lebendiges Porträt einer rauen Großstadthelden-Welt zu zaubern, die keiner von uns so wirklich kennt – oder kennen will.
Im Kern geht es um das Erwachsenwerden in einer sozialen Realität, die brutal ehrlich und manchmal gnadenlos ist. Vier Freunde, deren Leben sich an einem heißen Sommertag plötzlich verändern, schlagen sich durch den Alltag zwischen Langeweile, Gewalt und einer nicht enden wollenden Suche nach Orientierung. Die Figuren sind keine Helden, sie sind echt, mit Ecken und Kanten – oft laut, oft verletzlich, manchmal einfach nur verzweifelt. Das macht sie greifbar, beinahe zu Nachbarn, mit denen man einen Moment begleitet.
Lobrechts Schreibstil? Direkt, schnörkellos und voller Berliner Schnauze. Hier gibt’s keinen unnötigen Ballast, sondern schnelle Dialoge, die das Buch dynamisch machen und eine ziemlich dichte Atmosphäre schaffen. Manche könnten sich an der umlaufenden „Jugendsprache“ reiben – ja, „Digga“ taucht öfter auf, und ja, manchmal muss man kurz runterschalten, um dem Slang zu folgen. Aber genau das ist auch das Herzstück: Authentizität, pure Realität, wie sie eben ist, nicht wie wir sie uns wünschen. Für alle, die sich an sprachlicher Vielfalt nicht stören, ist das ein echtes Plus.
Dass das Ende recht knapp und abrupt daherkommt, nervt ein bisschen – da hätte ich gern noch ein paar Seiten mehr erlebt, um ganz abzuschließen oder Hoffnung mitzunehmen. Trotzdem bleibt das Buch im Gedächtnis, weil es durch seine Tiefe unter die Haut geht, auch ohne dicke Versicherungsschichten drumherum. Wer auf Coming-of-Age-Geschichten mit viel Substanz, Berlin-Feeling und einer ordentlichen Portion Reflexion steht, sollte hier definitiv reinschauen.
Kurz gesagt: „Sonne und Beton“ ist ein frischer, mitreißender Blick in eine Welt, die sonst oft nur am Rande wahrgenommen wird. Toll für alle, die keine Scheu vor Ecken und Kanten haben – und Lust auf eine Geschichte, die nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken bringt.
Bewertung: 4,5 von 5 Sternen.
Klappentext
»Lobrecht schafft es, den Leser mit seinen schnellen Dialogen und der schnörkellosen Story an den Roman zu fesseln.« RBB Radio Fritz
Ein heißer Sommer. Vier Jungs in den Hochhausschluchten der Großstadt. Eine folgenschwere Entscheidung.
In seinem von der Kritik gefeierten Debütroman erzählt Felix Lobrecht in schnellen Dialogen voller Witz eine Geschichte mitten aus der sozialen Realität der Häuserblocks, wo Gewalt und Langeweile den Alltag prägen.
»Dieses Buch ist ein Knaller. Echt, wahrhaftig, authentisch. Eine Aufforderung, genauer hinzusehen - auch für alle, die in diesem Land politische Verantwortung tragen. « Bezirksbürgermeisterin Berlin-Neukölln
Ein Roman, »irgendwo zwischen Tschick und Victoria« (Jacqueline Thör, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)
*** Für alle, die Coming-of-Age Romane lesen, die unter die Haut gehen. Dieses Buch ist ein Muss für Fans von Felix Lobrecht Fans. ***
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