Wenn dir das hier gefiel …
Nebelbeute
Key Facts
Kritik
Schon nach den ersten Seiten von „Nebelbeute“ schleicht sich ein Gefühl ein, das zwischen Spannung und beklemmender Unruhe schwankt – perfekt für alle, die nervenaufreibende Thriller lieben, die sich nicht nur an der Oberfläche abspielen. Benjamin Cors entführt uns diesmal in die dichten Wälder, wo Mila Weiss nicht nur einem Phantom aus ihrer Vergangenheit auf die Spur kommt, sondern bald selbst zur Gejagten wird. Klingt nach klassischem Katz-und-Maus-Spiel? Ja, aber dank der düsteren Atmosphäre und dem verschwiegenen Bergdorf fühlt sich das hier viel intensiver an.
Mila ist eine Figur mit Ecken und Kanten, die man nicht sofort durchschaut, und Jakob Krogh als ihr Gegenpart fügt dem Team eine spannende Dynamik hinzu. Beide wirken authentisch, ihre Motive nie ganz klar, was die Spannung zusätzlich aufrechterhält. Der Schreibstil von Cors ist klar und durchdacht, ohne sich in unnötigen Schachtelsätzen zu verlieren – man fliegt nur so durch die Seiten und will immer wissen, was als Nächstes passiert. Besonders gefällt mir, wie die Natur und das Dorf als fast lebendige Kulisse fungieren; diese Mischung aus Isolation und Bedrohung zieht einen richtig in den Bann.
Kleiner Wermutstropfen: An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass das Tempo kurzzeitig gebremst wird, um die Figuren noch intensiver zu erkunden. Manchmal rast die Handlung so schnell voran, dass es schwierig ist, wirklich in die Tiefe zu gehen. Dennoch ist das kein wirklicher Minuspunkt, eher ein Hinweis, dass man hier auf Nervenkitzel aus ist – kein Couch-Potato-Roman.
Wer also Lust auf einen spannenden Mystery-Thriller mit starken Charakteren, düsterer Atmosphäre und einer Prise Horror hat, ist bei „Nebelbeute“ genau richtig. Für alle, die ausufernde Beschreibungen und langsame Entwicklungen mögen, vielleicht weniger. Für mich ein klarer Treffer.
4 von 5 Sternen – packend, atmosphärisch und so spannend, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Klappentext
Mila Weiss ist auf der Jagd. Tief in den Bergen will sie endlich ein Phantom aus ihrer Vergangenheit stellen: Johannes Toblach. Doch am Tag ihrer Ankunft wird eine Leiche in den Bäumen gefunden, gefangen in einem Netz aus Seilen. Und für Mila stellt sich die Frage: Ist sie die Jägerin oder die Gejagte? Stück für Stück kommt sie ihrem Ziel näher – bis sie plötzlich spurlos verschwindet.
Die Gruppe 4, geleitet von Jakob Krogh, macht sich sofort auf die Suche. Sie stoßen auf ein abgelegenes Bergdorf, in dem nur das Schweigen noch dichter ist als der Nebel. Das Team wird in das grausame Spiel eines Serienmörders verstrickt, der sich in den Schatten der Wälder verbirgt. Und ganz offenbar Mila in seiner Gewalt hat …
Ein abgelegenes Dorf. Ein undurchdringlicher Wald. Eine Reise in die Vergangenheit: Der dritte Fall für Mila Weiss und Jakob Krogh!
Die düstere SPIEGEL-Bestsellerreihe von Benjamin Cors bei dtv:
›Krähentage‹›Aschesommer‹›Nebelbeute‹