Wenn dir das hier gefiel …
SYLTKRIMI Geistergrab
Key Facts
Kritik
Kaum schlägt man „SYLTKRIMI Geistergrab“ auf, weht einem sofort der raue Nordseewind ins Gesicht – und das ist genau die richtige Stimmung für diesen stürmischen Kriminalfall. Hauptkommissarin Bente Brodersen ist eine frau mit friesischem Dickkopf, die sich quer über Sylt auf die Jagd nach Antworten macht, nachdem ein blutüberströmter Mann in den Lister Dünen auftaucht – und komplett schweigt. Was steckt hinter seinem mysteriösen Verschwinden aus der Klinik? Und wie hängen plötzlich russische Pistolen, Mauerfall-Geheimnisse und erschossene Robben zusammen?
Die Handlung zieht sich flink und spannend über die raue Insel, ohne sich in Nebenschauplätzen zu verlieren. Bente merkt man ihre Entschlossenheit an, sie ist zwar tough, aber auch nahbar – man fühlt sich mit ihr auf Streife. Rehbergs Schreibstil trifft den Ton perfekt: locker, präzise und mit dem kleinen Augenzwinkern, das einen bei Laune hält. Die Beschreibungen von Sylt und der Nordsee sind nicht nur hübsch, sondern schaffen auch eine ganz eigene Atmosphäre, die den Krimi wohltuend vom Einheitsbrei abhebt.
Natürlich gibt’s hier und da mal eine Stelle, wo man sich ein paar mehr Hinweise oder Tiefgang gewünscht hätte, aber ehrlich – insgesamt passt der Fluss, und das Tempo macht richtig Lust, dran zu bleiben. Wer gerne eine spannende, etwas unkonventionelle Kommissarin und den unverwechselbaren Charme der Küste mag, sollte zugreifen.
„SYLTKRIMI Geistergrab“ ist ein solides Sommerabendbuch für alle, die Krimis mit einer frischen Brise suchen, ohne sich durch seitenlange Erklärungen zu quälen. Ein süffiger Nordsee-Krimi mit Charakter und Würze, der Lust auf mehr macht.
4 von 5 Sternen – Sylt, Sturm, Spannung – besser kann Küstenkrimi nicht schmecken!