Wenn dir das hier gefiel …
Maurice und Maralyn
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es gerade solche Geschichten, um das Fernweh und die Sehnsucht nach einem völlig anderen Leben zu entfachen – „Maurice und Maralyn“ nimmt dich mit auf genau diese Reise. Sophie Elmhirst erzählt das wahre Abenteuer eines Ehepaars, das im England der 60er beschließt, alle Zwänge hinter sich zu lassen und mit dem Segelboot loszuziehen, um die Welt zu umrunden. Klingt schon spannend, oder?
Maurice und Maralyn Bailey sind nicht nur Träumer, sie leben auch die Schattenseiten dieser Entscheidung mit – von heimischen Vorstadthäusern in die endlose Weite des Ozeans. Die Stärke des Buchs liegt genau hierin: Es ist nicht nur ein Reisebericht, sondern ein intensives Psychogramm einer Ehe unter Extrembedingungen. Man fühlt mit, wenn sie in der Karibik Weihnachten feiern und neue Freundschaften schließen, aber auch, wenn das Schicksal zuschlägt und die Gefahr allgegenwärtig wird. Elmhirsts journalistischer Scharfsinn und ihr feines Gespür für Details machen das Ganze lebendig, nahbar und sehr menschlich.
Was mich besonders begeistert hat, ist wie die Autorin es schafft, trotz der dramatischen Erlebnisse eine gewisse Leichtigkeit und sogar Momente des Glücks einzufangen – das ist ein Kunststück, das man nicht oft liest. Der Stil balanciert zwischen sachlich und emotional; nie kitschig, aber immer mit Herz. Dabei kommen auch feministische Aspekte nicht zu kurz, was dem Buch eine zusätzliche Tiefe gibt und es von einem gewöhnlichen Survival-Drama abhebt.
Klar, an manchen Stellen hätte ich mir noch mehr Tempo gewünscht, der ruhige Erzählstil ist nicht für alle der perfekte Begleiter – wer auf actiongeladene Stories steht, könnte sich hier etwas verlieren. Trotzdem ist die Mischung aus journalistischem Meisterwerk und persönlichem Einblick eine starke Kombination, die lange nachwirkt.
Wer also Lust auf ein Buch hat, das Fernweh, Liebe, Mut und Überlebenswillen verbindet, ohne in Klischees abzurutschen, sollte hier unbedingt anheuern. „Maurice und Maralyn“ ist genau das richtige für Leserinnen und Leser, die authentische Geschichten und das große Gefühl dahinter suchen.
4 von 5 Sternen – eine mitreißende, berührende Reise, die dich packt und nicht mehr loslässt.
Klappentext
Maurice und Maralyn Bailey führen ein gewöhnliches Vorstadtleben im England der 1960er-Jahre, als sie beschließen sich von gesellschaftlichen Erwartungen zu befreien, all ihr Hab und Gut zu verkaufen und mit einem Segelboot um die Welt zu reisen – von Südengland bis nach Neuseeland. Als sie im Frühsommer 1972 in See stechen, finden sie schnell Gefallen an ihrem Aussteigerleben, schließen neue Freundschaften, verbringen Weihnachten in der Karibik. Dann die Katastrophe: Am 4. März 1973 – mitten im Pazifik, auf dem Weg zu den Galapagos-Inseln – wird ihr Boot von einem Wal gerammt und schlägt irreparabel leck. Mit einem Vorrat an Verpflegung, der ihren Berechnungen zufolge für 20 Tage auf See reichen wird, flüchten sie sich auf ihr Rettungsschlauchboot. Am Ende werden 118 Tage bis zu ihrer Rettung vergehen; vier Monate, in denen sie Hunger, Durst, Hitze, Kälte, Krankheit und Sturm trotzen – und dabei doch Momente vollkommenen Glücks im Einklang mit der Natur erleben.
Die britische Journalistin Sophie Elmhirst hat das lange vergessene Abenteuer des Ehepaars Bailey neu entdeckt und schreibt mit Maurice und Maralyn eine zeitlose Geschichte von Freiheit und Individualität, Liebe und Abhängigkeit, Verzweiflung und Überlebenswillen.
Der internationale Bestseller ist im Original unter dem Titel A Marriage at Sea erschienen und wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter die Leseliste 2025 von Barack Obama, The 100 Must-Read Books 2025 des Time Magazine und The 10 Best Books 2025 der New York Times.
"Ein Buch zum Träumen. Ein großes journalistisches Meisterstück aber auch ein Psychogramm einer Ehe, ein feministischer Roman, eine Durchhaltegeschichte. Damit können wir alle etwas anfangen." – Denis Scheck
FAQ
Deine Regale
Wenn dir das hier gefiel …