Wenn dir das hier gefiel …
Tiefes Land
Key Facts
Kritik
Schon die ersten Seiten von „Tiefes Land“ ziehen dich direkt in einen rasanten Strudel aus Gefahr und Spannung – kaum hat man sich versehen, sitzt man mitten drin in einem Wettlauf gegen die Zeit. Die Handlung startet mit einem Überfall auf ein Pharmalabor nahe Amsterdam, bei dem eine verheerende Waffe gestohlen wird: ein hochwirksames Nervengift, das in den falschen Händen katastrophale Folgen haben könnte. Genau hier setzen Willem van den Dragt und seine Kollegin Tessa Boyens an, zwei Agenten, die weniger als 36 Stunden haben, um die Drahtzieher hinter der Tat zu finden.
Die Figuren sind dabei alles andere als blass – Willem überzeugt als hartnäckiger, cleverer Ermittler, der trotz der Hektik nie den Überblick verliert; Tessa ergänzt ihn mit einer gewissen Coolness und einem guten Gespür für Details. Besonders toll: Der Schreibstil von Carsten Steenbergen ist schnörkellos, klar und doch packend, was die Spannung immer weiter hochschraubt, ohne dass sich der Text überfrachtet anfühlt. Da passiert viel Substanz, aber eben ohne erhobenen Zeigefinger.
Ich muss gestehen, manchmal könnten die Szenen etwas knackiger sein, hier und da streckt sich die Handlung ein wenig, was das Tempo kurzzeitig dämpft. Aber insgesamt legt das Buch ein ziemlich souveränes Tempo vor und verliert nie wirklich an Drive.
Für alle, die Lust auf einen handfesten Thriller mit realistischem Setting und einem guten Schuss Nervenkitzel haben, ist „Tiefes Land“ genau richtig. Perfekt für einen Abend auf der Couch, wenn es mal etwas intensiver sein darf, ohne ins Überdramatische abzurutschen.
Fazit: Ein spannungsgeladener Thriller, der auch mit starken Charakteren und einem soliden Plot überzeugt – starke 4 von 5 Sternen.