Wenn dir das hier gefiel …
Mittsommertod
Key Facts
Kritik
Manchmal sehnt man sich nach einem Buch, das einen entspannt in eine andere Welt entführt – und genau das schafft „Mittsommertod“ von Elin Blomgren auf eine richtig schöne Art. Die Geschichte nimmt dich mit in das verträumte Dorf Björkberg, wo scheinbar die Ruhe regiert, aber unter der Oberfläche brodelt es gewaltig. Ein erschossener Grundschullehrer, vermeintlich nur ein Jagdunfall, ruft die Hamburgerin Ebba Lorenz auf den Plan, die den Sommer in dem roten Häuschen ihrer Urgroßmutter verbringt. Schnell wird klar: Hier stimmt was nicht, und als beim Mittsommerfest ein zweiter Todesfall das Dorf erschüttert, entspinnt sich ein Krimi, der mit nordischem Flair und einem sympathischen Ermittlerteam aus Ebba und dem widerwilligen Kommissar Ole Lund punktet.
Elin Blomgren schreibt locker und unaufgeregt, ohne gekünstelte Spannung. Ich mochte besonders, wie authentisch die Figuren und der Ort wirken – man spürt praktisch die frische Waldluft und das Gefühl von Holzhausidylle, das aber jäh von düsteren Geheimnissen durchbrochen wird. Ebba ist eine starke, neugierige Protagonistin mit Ecken und Kanten, und Lund bringt die perfekte Mischung aus Urbanität und Landlust mit. Die unterschwellige Spannung bleibt konstant, auch wenn das Pacing zwischendurch etwas ruhiger wird – das passt aber zum Setting und ist kein großer Kritikpunkt.
Ein kleines Manko ist, dass manche Nebenhandlungen etwas vorhersehbar wirken und die Motivationen mancher Charaktere ein bisschen mehr Tiefgang vertragen hätten. Trotzdem hat mich „Mittsommertod“ gut unterhalten und macht Lust auf mehr von Blomgrens schwedischem Krimigenre.
Wenn du Lust hast auf einen gemütlichen, aber keinesfalls langweiligen Schwedenkrimi mit sympathischen Figuren und einem Hauch dunkler Geheimnisse, dann ist dieses Buch genau richtig für dich.
Meine Sternebewertung: 4 von 5.
Klappentext
Das beschauliche Dorf Björkberg liegt mitten in den tiefen Wäldern der Provinz Värmland. Hier gibt es wenig Menschen, dafür viele Elche und unzählige Seen – und einen erschossenen Grundschullehrer. War es wirklich nur ein Jagdunfall? Die Hamburgerin Ebba Lorenz, die den Sommer in dem roten Häuschen ihrer schwedischen Urgroßmutter verbringt, beginnt, sich in Björkberg umzuhören. Doch Kriminalkommissar Ole Lund, der vor wenigen Wochen aus der Großstadt aufs Land versetzt wurde, ist wenig begeistert, dass Ebba ihre Nase in seinen Fall steckt. Als beim Mittsommerfest ein weiterer Toter auftaucht, ist klar: Im idyllischen Björkberg gibt es einige dunkle Geheimnisse. Und Ebba und Ole kommen ihnen eher auf die Spur, wenn sie gemeinsam ermitteln.
Der erste Fall für Lorenz und Lund: ein gemütlicher Schwedenkrimi zwischen Wäldern, klaren Seen und roten Holzhäusern