Wenn dir das hier gefiel …
Perry Rhodan 3374: Der Fehler im Gehorsam
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es nur einen kleinen „Fehler im Gehorsam“, um eine ganze Galaxie ins Wanken zu bringen – genau das macht Oliver Fröhlich in „Perry Rhodan 3374: Der Fehler im Gehorsam“ auf beeindruckende Weise fühlbar. Die Geschichte katapultiert uns über 4000 Jahre in die Zukunft, wo die Erde das Zentrum eines weitreichenden Sternenreichs bildet und Frieden herrscht. Doch inmitten des harmonischen Gefüges brodelt es gewaltig: Perry Rhodan verfolgt seine Vision, die Menschheit weit über die Milchstraße hinaus zu vernetzen, während eine neue Generation das mysteriöse Erbe fortführt.
Die Hauptfiguren, allen voran Reginald Bull und seine Crew auf dem legendären PHOENIX, sind solide ausgearbeitet und tragen die Handlung mit einer angenehmen Mischung aus Vertrautheit und Entdeckungslust. Besonders gelungen fand ich, wie Fröhlich es schafft, technische Details und kosmische Mysterien so zu vermitteln, dass sie weder erdrückend noch abgehoben wirken. Man fühlt sich fast selbst auf der Brücke des Raumschiffs und spürt die Spannung, wenn sie dem geheimnisvollen Sternwürfel auf der Spur sind.
Der Schreibstil? Locker-flüssig, aber niemals oberflächlich. Fröhlich versteht es, Tempo und Tiefe zu balancieren, so dass ich die gut 400 Seiten fast verschlungen habe. Die kleinen Schwenks zu politischen Intrigen und dem Machtvakuum nach der Konfrontation zwischen Wylon und Bogarde bringen zusätzlichen Schwung – hier pulsiert die Geschichte vor unerwarteten Wendungen. Zugegeben, mancher Abschnitt wirkt stellenweise etwas überladen mit Fachwort-Ballist und könnte Laien abschrecken, aber für Fans der Reihe ist das fast schon ein vertrautes Zeichen.
Wenn überhaupt, vermisse ich ein bisschen mehr emotionale Verankerung bei einigen Nebenfiguren, deren Schicksale zum Schluss etwas zu diffus bleiben. Hier hätte ich gern noch tiefer geblickt, um mich stärker hineinversetzen zu können. Trotz dieser kleinen Schwäche bleibt das Gesamtbild klar: ein starker Science-Fiction-Roman mit Weitblick.
Fazit: Wer Lust auf eine futuristische Weltraum-Saga mit reichlich Action, cleveren Ideen und sympathischen Charakteren hat, ist bei „Perry Rhodan 3374“ genau richtig. Ein spannender Roadtrip durch die Weiten des Universums, der Lust macht auf mehr. Für alle, die sich gerne auf komplexe Zusammenhänge einlassen und dabei gut unterhalten werden wollen, ein echter Volltreffer.
4 von 5 Sternen – absolut lesenswert!
Klappentext
Perry Rhodan hat darüber hinaus eine Vision: Er will die Verbindungen zu anderen Galaxien ausbauen. Das Projekt von San soll das ermöglichen. Künftig werden Kurierschiffe des Typs PHOENIX zwischen den Sterneninseln reisen.
Der ursprüngliche PHOENIX ist noch unter dem Kommando von Reginald Bull unterwegs. Die Besatzung sucht den Sternwürfel, ein kosmisches Gebilde. Mittlerweile haben Bull und sein Team eine echte Spur.
In der Milchstraße entsteht in dieser Zeit das Elysion, die Fortsetzung des Projektes von San. Rhodans positive Vision wird also vorangebracht, während gleichzeitig die Spannungen wachsen.
Nach der finalen Konfrontation zwischen John Wylon und seiner ehemaligen Mitarbeiterin Celina Bogarde alias Cassandra entsteht nun dort, wo sie standen, ein Machtvakuum. Dies muss aus Sicht ihrer Auftraggeber gefüllt werden. Ein Problem dabei bildet DER FEHLER IM GEHORSAM …