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Perry Rhodan 3372: Familienbande
Key Facts
Kritik
Mit „Perry Rhodan 3372: Familienbande“ entführt Robert Corvus uns mitten hinein in ein galaktisches Abenteuer, das so nah an zwischenmenschlichen Beziehungen ist, wie man es von einem Science-Fiction-Epos kaum erwartet. Es ist mehr als nur Raumfahrt und Zukunftstechnologie – hier geht es um die Bande, die uns verbinden, selbst wenn wir Lichtjahre voneinander entfernt sind.
Im Mittelpunkt steht die Suche nach dem geheimnisvollen Sternwürfel, das vom erfahrenen Reginald Bull und seinem Team an Bord des PHOENIX in Angriff genommen wird. Parallel dazu spürt man die politische und emotionale Spannung um die Superintelligenz ES, während Gucky, der liebenswerte Mausbiber, mit seinen ganz eigenen Motiven und einer ordentlichen Portion Herzblut agiert. Es ist diese Mischung aus Weltraum-Mystik und familiärer Verbundenheit, die die Handlung so lebendig macht, ohne zu überladen zu wirken.
Corvus’ Schreibstil ist dabei ein klarer Pluspunkt: Er erzählt flott, ohne zu hetzen, und schafft es, komplexe Science-Fiction-Elemente verständlich und greifbar zu halten. Das Tempo passt genau – spannend, aber nicht zu hektisch. Schön fand ich auch, wie verschiedene Charaktere mit ihren Schwächen gezeigt werden: Da ist nichts glattgebügelt, sondern echt und nahbar.
Kritisch betrachtet, dürfte das Buch für Neueinsteiger im Perry-Rhodan-Universum etwas überwältigend sein. Die Vielzahl an Figuren und die Hintergrundgeschichte verlangen schon einiges an Vorwissen oder zumindest Aufmerksamkeit. Zudem fühlt sich mancher Abschnitt stellenweise etwas techniklastig an, was nicht jedem das Lesen erleichtert. Wer allerdings schon länger dabei ist, wird hier mit vielen kleinen Details belohnt, die das Lesevergnügen steigern.
Zusammengefasst ist „Familienbande“ genau das Richtige für alle, die Weltraumabenteuer lieben und dabei auch vor ein bisschen emotionaler Tiefe und großen Fragen nicht zurückschrecken. Ein durchdachter Plot, sympathische Helden und sci-fi-Kosmik, die Spaß macht – so lässt sich das knapp ausdrücken.
Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen. Ein starkes Buch, das genau da punktet, wo es zählt – in den Herzen selbst ferner Welten.
Klappentext
Perry Rhodan hat darüber hinaus eine Vision: Er will die Verbindungen zu anderen Galaxien ausbauen. Das Projekt von San soll das ermöglichen. Künftig werden Kurierschiffe des Typs PHOENIX zwischen den Sterneninseln reisen.
Der PHOENIX selbst ist unter dem Kommando von Reginald Bull unterwegs. Die Besatzung sucht den Sternwürfel, ein kosmisches Gebilde. Mittlerweile haben Bull und sein Team eine echte Spur: Mithilfe eines kosmischen Problemlösers, der sich »die Legende« nennt, folgen sie einer seltsamen kosmischen Trasse.
In der Milchstraße entsteht in dieser Zeit das Elysion, die direkte Fortsetzung des Projektes von San. Gleichzeitig wird die Superintelligenz ES bedroht. Bei den aktuellen Ereignissen spielt auch Gucky eine wichtige Rolle, der kürzlich zurückgekehrt ist. Dem Mausbiber geht es dabei nicht zuletzt um FAMILIENBANDE …