Wenn dir das hier gefiel …
Die Einladung
Key Facts
Kritik
Wer auf der Suche nach einem Psychothriller ist, der einem das kalte Grauen bis in die Knochen jagt, aber dabei nicht mit zu viel Kitsch oder Überdramatisierung um sich wirft, sollte „Die Einladung“ von Sebastian Fitzek vielleicht mal ein bisschen vorsichtiger angehen. Denn obwohl das Grundgerüst – ein einsames Berghotel, ein klassisches Treffen, das alles andere als harmlos wird – herrlich atmosphärisch ist und wunderbar gruselige Bilder beschwört, hat mich das Buch leider zwischendurch auch mal mit den Augen rollen lassen.
Marla Lindberg, unsere Protagonistin, ist eine komplexe Figur, die mit einem faszinierenden Handicap kämpft: Gesichtsblindheit. Diese neuropsychologische Besonderheit bringt eine interessante, fast schon klaustrophobische Perspektive ins Spiel, denn sie macht das Misstrauen und die Unsicherheit spürbar greifbar. Wenn die Vertrauten plötzlich fremd wirken, schärft das die Sinne und zieht einen förmlich rein in die Frage: Wem kann man überhaupt vertrauen? Fitzeks Schreibstil bleibt dabei gewohnt locker-flüssig und macht das Lesen trotz der düsteren Thematik angenehm leicht.
Der Spannungsbogen ist definitiv da, unvorhersehbare Wendungen wechseln sich ab und das winterlich-einsame Alpen-Setting trägt maßgeblich zur beklemmenden Atmosphäre bei. Leider driftet der Plot an manchen Stellen zu konstruiert und etwas überkandidelt ab, sodass einige Wendungen fast zu sehr an den Haaren herbeigezogen wirken. Das schwächt das Ganze ein wenig und dezimiert die Glaubwürdigkeit der Handlung. Auch das Finale hat mich nicht so ganz abgeholt – da fehlte mir der letzte Funken Logik und die zwingende Überzeugungskraft, die Fitzek sonst immer auszeichnet.
Wer also mit einem Faible für Psychothriller auf der Suche nach einer spannenden, aber nicht zu komplexen Geschichte ist und sich gern mal von einem Hauch Horror durchfrösteln lässt, kann hier durchaus seinen Spaß haben. Absolute Fitzek-Fans werden sicher dennoch viele schöne Momente erleben, alle anderen sollten sich bewusst sein, dass „Die Einladung“ nicht zu den besten Werken des Autors gehört. Insgesamt bleibt ein solider Thriller, der Spannung liefert, aber keine neuen Maßstäbe setzt.
3 von 5 Sternen – spannend und atmosphärisch, aber mit Schwächen im Finale und der Handlung.
Klappentext
Der #1-Bestseller-Autor Sebastian Fitzek schickt uns in seinem neuen Psychothriller auf einen alptraumhaften Trip in die winterlichen Alpen.
In Vorfreude auf ein verlängertes Wochenende in den Alpen folgt Marla Lindberg der Einladung zu einem Klassentreffen. Doch schon kurz nach der Ankunft wird ihr klar: Es gibt nur eins, was tödlicher ist, als das abgeschiedene Berghotel nachts im eisigen Schneetreiben wieder zu verlassen. Es nicht zu tun …
Die Einladung: Wehe dem, der sie erhält...
Marla Lindbergs Erinnerungen sind glasklar: An die seltsame Nachricht, die sie in eine stillgelegte Geburtsklinik lockte. An die Gestalt, die versuchte, sie zu töten. Das seltsam pfeifende Husten des Psychopathen beim Kampf auf Leben und Tod.
Nach Jahren der Psychotherapie hat die hochintelligente junge Frau gelernt: Das alles sind falsche Erinnerungen. Marla leidet unter Gesichtsblindheit. Ihr Gehirn spielt ihr in Extremsituationen Streiche, wenn es vergeblich versucht, Menschen an ihrem Gesicht zu erkennen.
Als Marla die Einladung zum Klassentreffen in den Alpen bekommt, hofft sie darauf, mit ihren ehemaligen Mitschülern in schönen und echten Erinnerungen schwelgen zu können. Bei ihrer Ankunft in dem verschneiten Berghotel sind alle Zimmer bereits bezogen. Benutztes Geschirr steht auf dem Esstisch, der Kamin flackert, doch es ist niemand da. Marla beginnt die anderen zu suchen. Und dann hört sie es wieder. Wie jemand pfeifend hustet, draußen, in der eisigen Dunkelheit …
Spannung Pur – Thriller trifft auf Horror
Mit einem Setting voller subtiler Horror-Elemente sorgt Sebastian Fitzek für Gänsehaut-Garantie. Auch der neue Psychothriller von Deutschlands erfolgreichstem Thriller-Autor weiß mit mehr als einer unvorhersehbaren Wendung zu überraschen.
Dem Genre des Psychothrillers entsprechend behandelt dieser Roman sensible Themen wie Suizid.