Wenn dir das hier gefiel …
Lebensbande
Key Facts
Kritik
Manchmal stolpert man über ein Buch, das einen sofort packt – genau so ging es mir mit „Lebensbande“ von Mechtild Borrmann. Dieses Buch nimmt dich mit auf eine gefühlvolle Reise durch das Leben dreier Frauen, deren Schicksale so eng ineinander verwoben sind, dass man als Leser:in kaum aufhören kann, das Buch aus der Hand zu legen.
Die Geschichte spielt über mehrere Jahrzehnte hinweg – von den dunklen Tagen des Zweiten Weltkriegs bis zum aufregenden Moment des Mauerfalls. Im Mittelpunkt stehen Lene, Nora und Lieselotte, die trotz widrigster Umstände und als Fremde aufeinandertreffen und tief verbunden werden. Nora, die als Krankenschwester alles dafür tut, das Leben von Lenes Sohn Leo zu retten, und Lieselotte, die unermessliche Opfer bringt, um Freundschaft und Freiheit zu ermöglichen, sind Figuren, die einem lange im Herzen bleiben. Borrmann erzählt diese dramatischen Geschichten mit einer beeindruckenden Leichtigkeit, die ganz ohne übertriebenes Pathos auskommt – das hat mir richtig gut gefallen. So wird die Zeitgeschichte lebendig, ohne sich in Details zu verlieren; man sitzt quasi mitten im Geschehen.
Was besonders heraussticht, ist die Vielschichtigkeit der Figuren und die glaubwürdige Mischung aus Schmerz, Mut und Hoffnung. Die Autorin schafft es, trotz der dunklen Themen auch immer wieder kleine Lichtblicke einzubauen, die das Herz erwärmen. Der Stil ist flüssig, die Spannung zieht sich durch beide Zeitebenen – ein richtig guter Mix aus emotionalem Familienepos und historischer Spannung. Manchmal hätte ich mir vielleicht noch etwas mehr Tiefgang bei einzelnen Nebencharakteren gewünscht, aber das ist wirklich meckern auf hohem Niveau.
Insgesamt ist „Lebensbande“ genau das Richtige für alle, die historische Romane mit Herz und Verstand mögen und die sich gerne von einer bittersüßen Geschichte packen lassen, die an die Kraft von Freundschaft und Zusammenhalt erinnert. Wer sich auf diese emotionale Zeitreise einlässt, erlebt ein Buch, das lange nachhallt.
Fazit: Ein bewegender Roman mit viel Tiefgang und Spannung, der von der ersten Seite an fesselt. Absolut empfehlenswert – von mir gibt’s volle fünf Sterne.
⭐⭐⭐⭐⭐
Klappentext
Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann in ihrem großen zeitgeschichtlichen Roman »Lebensbande« die Lebensgeschichten dreier Frauen, deren Schicksale sich zwischen dem 2. Weltkrieg und dem Fall der Berliner Mauer kreuzen.
Vom Zweiten Weltkrieg bis zum Mauerfall verbinden die Fäden des Schicksals Lene, Nora und Lieselotte: Obwohl sie sich in einer Zeit der Angst und des Terrors als Fremde begegnen, werden sie zu Freundinnen, die einander Halt geben und große Risiken auf sich nehmen. Krankenschwester Nora tut alles, um Lene zu helfen, das Leben ihres kleinen Sohnes Leo zu retten. Denn wegen eines leichten Handicaps gilt Leo als »Reichsausschusskind«. 1942 lernt Nora Lieselotte in Danzig kennen. Drei Jahre später werden die Frauen in einen Gulag der Sowjetunion verschleppt – als Teil der 900.000 Arbeitskräfte, die Stalin unter anderem im Rahmen der Reparationszahlungen zugesichert worden waren. Als Adenauer 1949 beginnt, diese Deutschen zurückzukaufen, gibt Lieselotte alles auf, was sie noch hat, um Nora die Rückkehr in die Heimat zu ermöglichen. Viele Jahre später, kurz nach dem Mauerfall, erhält diese einen verstörenden Brief, der sie schlagartig in die Vergangenheit zurückkatapultiert ...
Zeitgeschichte, inspiriert von wahren Ereignissen und Schicksalen und so spannend erzählt wie ein Kriminalroman
Mechtild Borrmann versteht es meisterlich, zutiefst menschliche Geschichten ohne Pathos zu erzählen. Auch in »Lebensbande« lässt die Bestseller-Autorin auf zwei Zeitebenen große Spannung entstehen. Erschütternd und trotzdem voller Hoffnung zeigt sie, wie eng große Tragik und zartes Glück beieinander liegen können.
Entdecken Sie auch Mechtild Borrmanns andere zeitgeschichtliche Spannungsromane:
Der Geiger (Russland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und Deutschland 2008)Die andere Hälfte der Hoffnung (Tschernobyl 1986 bis 2010 und Deutschland 2010)Trümmerkind (Hamburg nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1992)Grenzgänger (Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1970)Feldpost (Kassel, ab 1935, während des 2. Weltkriegs und 2000)