Wenn dir das hier gefiel …
Mit beiden Händen den Himmel stützen
Key Facts
Kritik
Es gibt Bücher, die packen dich sofort – und „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ gehört definitiv dazu. Lilli Tollkien erzählt von Lale, einem Mädchen, das in den wilden 80ern in einer Berliner Männer-Kommune aufwächst. Klingt schon nach ziemlich viel Chaos, und genau das ist es auch: Partys ohne Ende, Revolutionen, freie Tage ohne feste Regeln – und mitten drin das Gefühl, dass all das mehr Verwirrung stiftet als wirklich Geborgenheit schenkt.
Lale ist nicht einfach ein Kind dieser Zeit, sie ist eine junge Heldin, die mit offenen Sinnen den Grat zwischen Freiheit und Vernachlässigung austariert. Tollkien legt den Fokus auf diese fragile Balance, auf die leisen und lauten Momente von Sehnsucht, Verzweiflung und Hoffnung. Die Figuren greifen einem ans Herz – Lale wirkt authentisch, verletzlich und dennoch unglaublich stark. Ihr Weg, der oft steinig und ungewiss ist, bleibt stets nahbar und real.
Der Schreibstil hat mich echt überrascht: kraftvoll und manchmal so intensiv, dass es fast weh tut, sich aber nicht abwenden zu können. Es ist keine fluffige Lektüre zum Nebenbeisitzen, sondern ein Roman, der fordert, der berührt und mit seiner poetischen Spannkraft lange nachhallt. Manchmal wäre ein bisschen mehr Leichtigkeit schön gewesen, denn die Schwere des Themas zieht sich ziemlich durch. Doch gerade diese Ehrlichkeit macht das Buch zu etwas Besonderem.
Wenn du Lust hast auf eine Geschichte, die anders ist als typische Coming-of-Age-Romane, und du bereit bist, dich auf eine intensive, emotionale Fahrt einzulassen, dann ist „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ genau dein Ding. Für alle, die Mut zum Unperfekten haben und Geschichten lieben, die unter die Haut gehen.
4 von 5 Sternen – ein Buch, das bleibt.
Klappentext
Lale wächst in den 80ern in einer Berliner Männer-Kommune auf, in der Partys gefeiert und Revolutionen geplant werden. Sie darf wach bleiben, solange sie will, Süßigkeiten essen und ewig fernsehen. Doch sie sehnt sich nach Geborgenheit und Verlässlichkeit, während ihre eigenen Grenzen immer wieder übertreten werden. Auf dem schmalen Grat zwischen Freiheit und Vernachlässigung sucht Lale ihren Weg, taumelt an den Rändern und findet Jahre später Halt im Erzählen selbst.
Authentisch, verletzlich, von poetischer Spannkraft.
"Lilli Tollkien schreibt mit einer Wucht, die man kaum erträgt – und gerade deshalb lesen muss." Mareike Fallwickl
"Nach der ersten Seite war ich erschüttert, nach dem ersten Kapitel gefesselt. Ein Roman von unwahrscheinlicher Gravitation, ein seltenes Juwel." Edgar Rai