Wenn dir das hier gefiel …
Perry Rhodan 3371: Das Duell
Key Facts
Kritik
Schon beim ersten Kapitel von „Perry Rhodan 3371: Das Duell“ fühlte ich mich sofort mitten hineinversetzt in eine Zukunft, die so riesig und faszinierend ist, dass man förmlich die Sterne greifen will. Kai Hirdt entführt uns in eine galaktische Welt, in der Frieden und Freiheit herrschen – zumindest oberflächlich –, während im Hintergrund politische Intrigen und uralte Geheimnisse brodeln. Klingt spannend? Ist es auch!
Die Handlung wirkt wie ein großer kosmischer Teppich, auf dem viele Fäden zusammenlaufen: Ein gewaltiges Sternenreich, Perry Rhodans Vision vom Ausbau intergalaktischer Verbindungen, ein verschollener Mausbiber namens Gucky und ein rätselhafter unsterblicher Problemlöser, der sich „die Legende“ nennt. Dazu gesellen sich politische Krisen und ein gnadenloses Duell zwischen alten Weggefährten und Widersachern. Klar, das klingt nach viel Stoff – aber Hirdt schafft es, alles angenehm übersichtlich zu halten und dennoch mit spannenden Wendungen zu glänzen.
Die Figuren sind gut gezeichnet, ohne zu sehr zu überladen. Perry Rhodan und Reginald Bull wirken gewohnt routiniert, aber auch die neuen Charaktere bringen frischen Wind rein. Besonders der unsterbliche „Legende“-Charakter war für mich ein echter Höhepunkt – geheimnisvoll, clever und irgendwie anders als alles, was man so kennt. Der Stil ist flott und zugänglich, ohne an Tiefe zu verlieren. Wer sich mal von klassischen Sci-Fi-Epen überfordert fühlt, ist hier genau richtig. Es gibt genug Action, einige witzige Momente und auch Platz für Emotionen – das liest sich richtig rund.
Kritisch gesagt, könnte man dem Buch höchstens vorwerfen, dass es an manchen Stellen etwas zu viele Hintergrundinformationen liefert, was das Tempo bremsen kann. Auch wer mit der Perry-Rhodan-Welt nicht vertraut ist, könnte hin und wieder eine kurze Aufwärmphase brauchen. Einsteiger*innen sollten also Lust auf Science-Fiction haben – und keine Angst vor einer galaktischen Weite.
Alles in allem ist „Das Duell“ ein solider, unterhaltsamer Science-Fiction-Roman, der Fans der Reihe nicht enttäuscht und Neulinge neugierig macht. Ein gelungenes Kapitel im Perry-Rhodan-Universum, das Lust auf mehr macht.
4 von 5 Sternen – für Science-Fiction, die spannend, locker und mit einem Hauch von Kosmos daherkommt. Wer auf galaktische Abenteuer steht, darf hier gern zugreifen.
Klappentext
Perry Rhodan hat darüber hinaus eine Vision: Er will die Verbindungen zu anderen Galaxien ausbauen. Das Projekt von San soll das ermöglichen, und mit Raumschiffen des Typs PHOENIX soll ein Kurierschiffsystem entstehen. Der ursprüngliche PHOENIX ist derzeit aber unter dem Kommando von Reginald Bull auf der Suche nach dem Mausbiber Gucky, den es mit dem Sternwürfel in weite Fernen verschlagen hat.
Von den Wycondern weiß Bull, dass am Bau des Sternwürfels ein unsterblicher kosmischer Problemlöser beteiligt war, der womöglich die Option hat, ihn aufspüren zu können. Tatsächlich gelingt es, diesen zu finden und zur Mitarbeit zu bewegen: Er nennt sich selbst die Legende und schickt einen Teil seiner selbst an Bord des PHOENIX, um den Galaktikern zu helfen.
In der Milchstraße tut sich unterdessen einiges: Das Elysion entsteht allmählich, das Solsystem steht nach wie vor unter der Herrschaft NATHANS, und das Topsiderreich ist zum politischen Krisenfall geworden. Insgeheim bleibt auch John Wylon höchst aktiv. Nachdem sein Firmenimperium vernichtet wurde, sucht er nach drei Iltmumien, um sie für seine Zwecke einzusetzen. Dabei stellt sich auch seine frühere Angestellte quer – und in der Folge entbrennt DAS DUELL …