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Erschienen:
2025-08-14
Preis:
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5.00/5 (51 Bewertungen)
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Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104

Kritik

Kaum habe ich mit „Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“ begonnen, hat mich die Geschichte mitten ins Herz getroffen. Susanne Abel nimmt uns mit auf eine Reise durch eine Zeit, die von Schmerz, Verlorenheit und dem verzweifelten Wunsch nach Heimat geprägt ist – und schafft es dabei, eine sehr persönliche und berührende Erzählung daraus zu machen.

Im Mittelpunkt stehen Hartmut, der ohne jede Erinnerung an seine Herkunft in einem strengen katholischen Kinderheim landet, und Margret, die ihm schon bald zur Seite steht und ihn „Hardy“ nennt. Ihre Freundschaft wird zum Anker in einem Meer von Schweigen und Schrecken, das der Krieg hinterlässt. Was ich besonders mochte: Abel verknüpft hier nicht nur die Vergangenheit mit der Gegenwart, sondern zeigt auch, wie die unausgesprochenen Traumata bis zu den Nachkommen nachwirken. Die junge Emily macht diesen Generationenbogen greifbar – und ja, ich konnte richtig spüren, wie das Schweigen dieser Familie auf ihr lastet.

Der Schreibstil ist warm und zugänglich, ohne dabei oberflächlich zu werden. Abel versteht es, Szenen lebendig werden zu lassen, ohne zu ausschweifend zu erzählen. Man fühlt sich fast selbst Teil der Kinderheim-Welt, spürt die Härte der Umgebung, aber auch die kleinen Glücksmomente zwischen Hartmut und Margret. Das hat mich echt mitgenommen. Zwischendurch blitzen sogar kleine ironische oder humorvolle Momente auf, die das Ganze locker halten – sehr sympathisch!

Ein kleiner Kritikpunkt: Manche Passagen ziehen sich gelegentlich etwas, gerade wenn es um die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit geht. Wer auf schnellere und actionreichere Geschichten steht, könnte hier ein wenig Geduld brauchen. Aber für alle, die sich auf eine tiefgründige, emotionale Familiensaga einlassen wollen, ist das nur ein winziger Stolperstein.

Fazit: „Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“ ist ein einfühlsamer, berührender Roman, der zeigt, wie schwer es sein kann, die Geister der Vergangenheit loszulassen – und wie wichtig Zusammenhalt wirklich ist. Wer Interesse an historischen Familiendramen hat, die mit Herz und Verstand erzählt werden, sollte hier unbedingt zugreifen.

⭐⭐⭐⭐⭐

Klappentext

Es gibt keinen Weg, der nicht irgendwann nach Hause führt

Am Ende des Zweiten Weltkriegs wird mitten in Deutschland ein kleiner Junge gefunden, der nichts über sich selbst und seine Herkunft weiß. Sein Alter wird geschätzt, er bekommt den Namen Hartmut und wächst in einem katholischen Kinderheim auf, in dem viel Ordnung und noch mehr Zucht herrscht.

Wer ist man, wenn man niemand ist?

Dort lernt er die etwas ältere Kriegswaise Margret kennen, die ihn Hardy nennt und schon im Heim zu beschützen versucht. Die beiden werden zu einer unverzichtbaren Stütze füreinander und beschließen, sich nie wieder loszulassen.

Klug, einfühlsam und berührend erzählt Susanne Abel in ihrem neuen Roman von der lebenslangen Liebe zweier Heimkinder.

Doch während sie mit aller Kraft versuchen, gemeinsam das Geschehene zu vergessen und ein normales Leben zu führen, werden die Folgen ihrer Vergangenheit auch für die nachkommenden Generationen bestimmend.

Eindringlich und aufrüttelnd. Ein bewegender Familienroman über den Einfluss unserer Vergangenheit auf unsere Nachkommen.

Die kleine Emily leidet unter dem hartnäckigen Schweigen ihrer Urgroßeltern Margret und Hardy, bei denen sie wegen des unsteten Lebenswandels ihrer Mutter aufwächst. Als Jugendliche beginnt sie schließlich, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Wird es ihr gelingen, das Erbe der unverarbeiteten Traumata ihrer Familie endlich aufzubrechen?

»Susanne Abel schreibt unterhaltsame, sogar humorvolle Romane aus dem Elend, in das wir alle hineingeboren werden, ohne es uns aussuchen zu können. Chapeau!« stern

»Seit Tagen wechselten sich Schnee und Regen ab, und es war glatt. Deshalb musste jedes größere Kind ein kleineres an die Hand nehmen. Und so marschierten die Heimkinder in Zweierreihen im Dunkeln hinunter nach Drolshagen. Der Zug wurde angeführt von zwei größeren Jungs, die mit Marschtrommeln den Rhythmus vorgaben. Dahinter schritt die Oberin, gefolgt von den übrigen Nonnen. Anders als sonst nahm es an diesem 24. Dezember 1947 niemand mit dem üblichen Redeverbot so genau. Doch mit wem hätte Margret sprechen sollen? Der kleine Kerl neben ihr, von dem sie nur die Nummer und nicht den Namen kannte, war dafür zu dumm.
Er rutschte aus und Margret konnte nur durch beherztes Zugreifen verhindern, dass er stürzte und am Ende auch noch sie zu Fall brachte.
›Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104‹, ermahnte sie ihn.
Der Kleine gab keine Antwort und setzte tapfer einen Fuß vor den anderen.«

FAQ

Es gibt keinen Weg, der nicht irgendwann nach Hause führtAm Ende des Zweiten Weltkriegs wird mitten in Deutschland ein kleiner Junge gefunden, der nichts über sich selbst und seine Herkunft weiß.…

„Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“ ist ein einfühlsamer, berührender Roman, der zeigt, wie schwer es sein kann, die Geister der Vergangenheit loszulassen – und wie wichtig Zusammenhalt wirklich ist. Wer Interesse an historischen Familiendramen hat, die mit Herz und Verstand erzählt werden, sollte hier unbedingt zugreifen.

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übernommen & regelmäßig aktualisiert
HanneBae
⭐ 5/5 · 19.10.2025
Beeindruckend
Der Autorin ist es gelungen, Tatsachen und Roman spannend zu verbinden. Das Buch gibt somit einen Einblick in die damalige Zeit und macht gleichzeitig die Auswirkungen, die die Taten von damals auch noch auf die heutige Generation haben, bewusst. Ich bin beeindruckt und bewegt, denn die Kultur des Schweigens kenne ich auch auch aus den 60er und 70er Jahren.

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