Wenn dir das hier gefiel …
Perry Rhodan 3370: Eine Handvoll Tramp
Key Facts
Kritik
Kaum hat man die erste Seite aufgeschlagen, zieht einen Oliver Fröhlichs „Perry Rhodan 3370: Eine Handvoll Tramp“ direkt in eine Zukunft, die so groß und lebendig wirkt, dass man am liebsten selbst an Bord der Raumfahrzeuge gehen möchte. Die Erde im Zentrum eines riesigen Sternenreichs, Menschen und Außerirdische in friedlichem Austausch – das klingt nach einer utopischen Vision, die hier gleich mit einem spannenden Abenteuer gewürzt wird.
Im Mittelpunkt steht natürlich die Suche nach Gucky, dem liebenswerten Mausbiber, zusammen mit der Crew des PHOENIX unter Reginald Bulls Kommando. Die Geschichte verbindet geschickt Episoden persönlicher Jagd mit einem vielschichtigen politischen Hintergrund, in dem das Sternenreich der Topsider eine zentrale Rolle spielt. John Wylon, der gejagte Verbrecher, bringt mit seiner Begegnung auf „Eine Handvoll Tramp“ noch eine ganz zusätzliche, raue und geheimnisvolle Komponente ins Spiel. Die Charaktere sind gut gezeichnet – besonders Reginald Bull wirkt durch seine Mischung aus Härte und Loyalität überzeugend. Und Gucky, naja, den muss man einfach mögen.
Fröhlichs Schreibstil ist angenehm flüssig, mit einer Portion Leichtigkeit, die man in einem Science-Fiction-Roman nicht immer findet. Die Dialoge fühlen sich echt an, die Beschreibungen sind detailreich, ohne zu überladen, sodass man beim Lesen sowohl mitfiebert als auch die Landschaften der Galaxie bildlich vor sich sieht. Die Balance zwischen den größeren politischen Spannungen und den persönlichen Konflikten klappt prima. Manchmal hätte ich mir allerdings gewünscht, einige Handlungsstränge noch etwas klarer verknüpft zu sehen, denn hin und wieder verliert die Story kurz ihren Fokus.
Wer schon lange mit Perry Rhodan unterwegs ist, wird hier genau den richtigen Mix aus Vertrautem und frischen Impulsen finden. Wer dagegen erst einsteigen will, sollte keine Scheu haben, sich auf eine komplexe Welt einzulassen, denn der Roman ist eher für diejenigen geeignet, die Lust auf ein episches SF-Abenteuer mit Mehrwert haben.
Kurz und gut: „Eine Handvoll Tramp“ ist ein solid erzähltes Weltraumabenteuer, das mit sympathischen Figuren und einem spannenden Plot punktet, manchmal aber etwas mehr Klarheit vertragen könnte. Für Fans und Genrebegeisterte ein absoluter Lesetipp.
Bewertung: 4 von 5 Sternen
Klappentext
Perry Rhodan hat darüber hinaus eine Vision: Er will die Verbindungen zu anderen Galaxien ausbauen. Das Projekt von San soll das ermöglichen. Künftig werden Kurierschiffe des Typs PHOENIX zwischen den Sterneninseln reisen.
Der ursprüngliche PHOENIX ist noch unter dem Kommando von Reginald Bull unterwegs. Die Besatzung sucht den Mausbiber Gucky, der verschwunden ist – mitsamt dem Sternwürfel, einem kosmischen Gebilde. Mittlerweile haben Bull und sein Team eine echte Spur.
In der Milchstraße entsteht in dieser Zeit das Elysion, die direkte Fortsetzung des Projekts von San. Rhodans positive Vision wird also vorangebracht, während gleichzeitig die Spannungen wachsen: Das Sternenreich der Topsider ist zum politischen Krisenfall geworden, und die Lage im Solsystem bleibt angespannt.
Unversehens wird eine Welt, die schon lange als zerstört gilt, zum Schauplatz einer neuen Auseinandersetzung. Der gejagte Verbrecher John Wylon stößt auf EINE HANDVOLL TRAMP …