Wenn dir das hier gefiel …
Mord zwischen Pasta und Pedalen
Key Facts
Kritik
Kaum hatte ich „Mord zwischen Pasta und Pedalen“ aufgeschlagen, fühlte ich mich sofort in den warmen italienischen Sommer katapultiert – Sonne, Gardasee und ein bissiges Krimirätsel, das süchtig macht. Heiner Krum, ein Kommissar im wohlverdienten Ruhestand, und seine Frau Antonia, die künstlerisch veranlagt ist, wollten eigentlich nur Urlaub machen, doch dann kracht schon am ersten Tag ein Radprofi bei einer Trainingsfahrt in ihr Auto – mit tödlichem Ausgang. Plötzlich schlägt Heiners detektivische Ader wieder voll zu, und gemeinsam mit Antonia und einem lokalen Commissario entwirren sie ein Dickicht aus Geheimnissen und Lügen.
Was ich an diesem Buch besonders mochte, sind die authentischen Charaktere: Heiner mit seinem feinen Gespür fürs Detail und der charmanten Mischung aus Neugier und Lebensweisheit, Antonia, die mit ihrem kreativen Blick frischen Wind reinbringt, und der charmante, etwas eigenwillige Commissario Bresaola. Rosa Montis Schreibstil ist dabei wunderbar leicht und doch lebendig, er bringt die italienische Kulisse so nah heran, dass man den Duft von frisch gekochter Pasta fast riechen kann. Der Spannungsbogen bleibt dabei angenehm konstant, ohne je überdreht zu wirken.
Natürlich ist das Radler-Setting nicht das innovativste Krimi-Umfeld, und gelegentlich hätte ich mir ein bisschen mehr Tempo gewünscht. Aber gerade diese kleinen, gemütlichen Momente machen das Buch so sympathisch und bringen viel Atmosphäre rein. Wer Lust auf einen entspannten Krimi mit italienischem Flair, sympathischen Figuren und einer Prise Humor hat, liegt hier goldrichtig.
Kurz und knapp: Ein köstlicher Sommerkrimi, der Spaß macht, ohne sich allzu ernst zu nehmen – perfekt für alle, die Urlaub zu Hause oder am Seeeinfach mal mit etwas Leichtem, aber trotzdem Spannendem verbringen wollen.
4 von 5 Sternen.