Wenn dir das hier gefiel …
MILLIRAHMSTRUDELMORD
Key Facts
Kritik
Schon das erste Kapitel von „MILLIRAHMSTRUDELMORD“ lässt einen mitten ins wild verwobene Leben des bayerischen Krautdorfs Dacklrain eintauchen – und ja, ein abgetrennter Kopf sorgt da tatsächlich für ordentlich Wirbel! Kate Delore schafft es, die Mischung aus ländlicher Idylle und überraschender Kriminalität so unaufgeregt wie spannend zu erzählen, dass man sofort drangeblieben ist.
Im Zentrum stehen die toughe Rezeptionistin Lexi Bäumel und Kriminalhauptkommissar Nick Hallinger, dessen Ermittlungen schnell persönlicher werden als gedacht, gerade weil Lexis Freund Justus, Nicks Kollege, mitmischt. Ich mochte besonders, wie Lexi mit ihrer Mischung aus Neugier, Abenteuerlust und einer guten Portion Frechheit das Geschehen aufmischt – genau die richtige Portion Chaos für einen Krimi, der sich nicht zu ernst nimmt. Während Nick als erfahrener Kommissar für die nötige Bodenständigkeit sorgt, lebt das Buch durch diese dynamische Beziehung.
Was richtig gut funktioniert, ist der erzählerische Ton: locker und leichtfüßig, ohne dabei oberflächlich zu wirken. Man fühlt sich fast wie bei einem Schwätzchen über den Zaun mit den Dorfbewohnern, während man gleichzeitig mitfiebert, wer da am nächsten dran glauben muss. Die Idee mit der Tigermücke als makaberem Detail ist ein toller, skurriler Twist, der dem Ganzen Würze verleiht. Allerdings musste ich ab und an ein kleines Auge zudrücken, wenn die Handlung gegen Ende dann doch etwas zu viele Zufälle griff – das ist aber eher Meckern auf hohem Niveau.
Kurzum: Wer Lust auf einen unterhaltsamen, bayerisch eingefärbten Krimi mit sympathischen Charakteren hat, in dem nicht nur die Morde, sondern auch zwischenmenschliche Verwicklungen im Vordergrund stehen, liegt bei „MILLIRAHMSTRUDELMORD“ goldrichtig. Für alle, die’s gern etwas rauer und humorvoller mögen, ein perfekter Abschlussabend auf der Couch.
4 von 5 Sternen – ein kurzweiliges Vergnügen mit ordentlich bayerischem Schmäh und einer Prise Nervenkitzel.
Klappentext
Auf dem Wellnesshof Feixl sorgt ein abgetrennter Kopf für einigen Wirbel bei der Bauernfamilie. Der Tote ist Olaf Bauchdrexler, ein ehemaliger Wellnessgast, und selbst Kriminalhauptkommissar Nick Hallinger staunt nicht schlecht, als eine Tigermücke aus dem Mund des Toten fliegt.
Doch es bleibt nicht bei einer Leiche …
Schnell wird klar, dass die Morde in Zusammenhang stehen müssen. Die kesse Rezeptionistin Lexi Bäumel mischt dabei kräftig bei den Nachforschungen mit. Blöd nur, dass ihr Freund Justus der Kollege von Nick Hallinger ist und sie den beiden gehörig in die Quere kommt. Aber Lexi kann es eben nicht lassen. Wer ist der unheimliche Mann im Wald? Und was hat es mit dem Richtfest auf sich? Ihre Ermittlungen führen sie in ein unterirdischen Verlies, und was sie dort entdeckt, lässt sie plötzlich selbst zur Gejagten werden…