Der Gourmet
Key Facts
Kritik
Manchmal reicht eine einzige Szene, um einen Krimi so richtig in Gang zu bringen – bei „Der Gourmet“ von M W Craven ist das ganz eindeutig der Moment, in dem plötzlich alles, was man zu wissen glaubte, auf den Kopf gestellt wird. Sechs Jahre nach seiner Verurteilung wegen Mordes an seiner Tochter taucht diese vermeintlich Tote plötzlich wieder auf – und bringt nicht nur DS Washington Poe, sondern auch uns Leser:innen ordentlich ins Grübeln.
Die Handlung ist clever gestrickt, mit einer spannungsgeladenen Mischung aus kriminalistischem Scharfsinn und schwarzem Humor, die man so schnell nicht aus der Hand legen mag. Poe und seine rechte Hand, die brillante, aber sozial manchmal unbeholfene Fallanalystin Tilly Bradshaw, bilden ein dynamisches Duo, das mit viel Charme und Tiefgang überzeugt – ihre Zusammenarbeit macht einfach Spaß, weil sie so menschlich und authentisch geschrieben sind. Craven versteht es, die Charaktere genau richtig auszuleuchten, sodass man als Leser:in schnell mitfiebert und sich manchmal sogar ertappt, wie man nebenher miträtseln will.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig, mit dem richtigen Maß an Details, die den Plot lebendig machen, aber niemals überfrachten. Besonders gefallen hat mir, wie Craven die Atmosphäre britischer Polizeiarbeit gekonnt einfängt – da ist kein Kitsch, sondern echtes, nachvollziehbares „True Crime“-Feeling. An manchen Stellen hätte ich mir vielleicht noch ein paar tiefere Einblicke in Tillys Gedankenwelt gewünscht, aber das ist wirklich Meckern auf hohem Niveau.
Wer auf raffinierte Krimis mit starken Figuren und einem überraschenden Kern steht, ist hier bestens aufgehoben. Die Mischung aus düsterem Fall, kleinen humorvollen Spitzen und einem unkonventionellen Ermittlerteam macht „Der Gourmet“ zu einem echten Page-Turner. Für alle, die ein bisschen Nervenkitzel mit Köpfchen suchen, ist dieser Roman ein Volltreffer.
Fazit: Ein spannender, cleverer Thriller mit einer Prise schwarzem Humor, der durch sympathische Charaktere besticht und bestens unterhält. Klare Leseempfehlung für Krimi-Fans, die gern mal um die Ecke denken.
⭐⭐⭐⭐⭐
Klappentext
Clever, voller schwarzem Humor und mit einer Spannung, die süchtig macht: Im 2. Krimi dergefeierten und preisgekrönten Reihe aus Großbritannien von M. W. Craven wartet ein weiterer unmöglicher Fall auf DS Washington Poe und Fallanalystin Tilly Bradshaw.
Seit sechs Jahren sitzt der charismatische Sterne-Koch Jared Keaton im Gefängnis wegen Mordes an seiner eigenen Tochter. Zwar wurde die Leiche von Elizabeth nie gefunden, doch die hartnäckigen Ermittlungen von DS Washington Poe hatten schließlich zu Keatons Verhaftung und Verurteilung geführt.
Als jetzt in einem Polizeirevier in Cumbria eine junge Frau auftaucht, die behauptet, Elizabeth Keaton zu sein, steht Poes Welt plötzlich auf dem Kopf. Denn eine DNA-Analyse scheint zweifelsfrei zu beweisen, dass die Frau die Wahrheit sagt. Mithilfe der einzigen Person, der er trauen kann – der brillanten, aber sozial unbeholfenen Analytikerin Tilly Bradshaw – sucht Poe nach Antworten: Wie kann jemand gleichzeitig tot und am Leben sein?
Die britischen Kult-Krimis um DS Washington Poe erobern Deutschland:
»Eine absolute Entdeckung!« eat.Read.sleep (NDR) über den Krimi Der Botaniker
»Sie werden Autor M. W. Craven lieben. ›Der Botaniker‹ ist ein genialer Roman.« krimi-couch
»Als Leser merkt man sehr schnell, dass man mit der Poe-Reihe etwas ganz Besonderes in Händen hält.« n-tv.de
Alle Bände der Krimi-Serie aus England lassen sich unabhängig voneinander lesen und folgende Bände sind bereits auf Deutsch erschienen:
Der Zögling (Band 1)Der Gourmet (Band 2)Der Kurator (Band 3)Der Botaniker (Band 5)