Wenn dir das hier gefiel …
Bis in alle Endlichkeit
Key Facts
Kritik
Manchmal stolpert man über ein Buch, bei dem man schon auf Seite eins spürt: Hier geht’s richtig zur Sache – und ja, genau so ist es auch bei „Bis in alle Endlichkeit“. James Kestrel, Thomas Wörtche und Stefan Lux nehmen dich mit in das düstere Herz von San Francisco, wo ein scheinbar klarer Selbstmord sich als viel verzwickteres Puzzle entpuppt. Eine junge Frau, elegant und rätselhaft, tot auf dem Dach eines Rolls-Royce – das klingt erstmal nach Thriller deluxe. Doch schnell wird klar, dass hier mehr als nur ein Kriminalfall brodelt.
Der Privatdetektiv Lee Crowe ist kein glatter Held, sondern ein Typ mit Ecken, Kanten und einem Instinkt, der einen nicht mehr loslässt. Man fühlt sich fast wie sein Schatten, der mit ihm durch die gefährlichen Straßen jagt, während die Schatten einer großen Verschwörung immer dichter werden. Die Charaktere sind richtig knackig gezeichnet, kein Klischee zu viel, dafür jede Menge Authentizität und Tiefgang. Der Schreibstil ist dabei angenehm flüssig, durchsetzt mit kleinen, ironischen Seitenhieben, die dem ernsten Ton eine perfekte Prise Lockerheit geben. Ich hab das Buch regelrecht an einem Abend durchgelesen – so spannend und fesselnd ist es!
Klar, manchmal hätte ich mir ein bisschen mehr Tempo gewünscht, gerade in den ruhigeren Passagen, die sich stellenweise etwas ziehen. Aber das ist wirklich meckern auf hohem Niveau, denn die dichte Atmosphäre und das schlüssige Plotgerüst machen das locker wett.
Wenn du Lust auf einen Thriller hast, der nicht nur Mystery und Noir verbindet, sondern auch mit coolen Figuren und einer unerwarteten Tiefe punktet, dann ist „Bis in alle Endlichkeit“ genau dein Ding. Ein cleverer Sog zwischen Realität und Schattenwelt, der dich so schnell nicht mehr loslässt. Für mich klare 5 von 5 Sternen – absolut lesenswert!
Klappentext
Als eine junge Frau tot aufgefunden wird, in einem feinen Cocktailkleid, auf dem Dach eines Rolls-Royce liegend, im gefährlichsten Viertel von San Francisco, gehen Polizei und Gerichtsmedizin von Selbstmord aus. Doch die Mutter der Toten, die megareiche Olivia Gravesend, glaubt ihnen kein Wort und beauftragt Privatdetektiv Lee Crowe mit den Ermittlungen. Bei seinen Recherchen kommt er einer Verschwörung auf die Spur, bei der die Beteiligten vor nichts zurückschrecken …