Cover NSA - Nationales Sicherheits-Amt
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Metadaten
Autor:
Erschienen:
2018-09-28
Preis:
9,99 € (EUR)
Apple Store Rating:
4.00/5 (184 Bewertungen)
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NSA - Nationales Sicherheits-Amt

Kritik

Schon der verstörende Gedanke, dass eine allumfassende Überwachungsmaschine mitten im düsteren Umfeld von Weimar 1942 existieren könnte, zieht dich sofort in den Bann dieses Romans. Andreas Eschbach schafft mit „NSA - Nationales Sicherheits-Amt“ eine beklemmende Dystopie, die so gar nicht in die Vergangenheit, sondern eher direkt in unsere Gegenwart passt – und genau das macht das Buch so spannend und zugleich erschreckend.

Im Zentrum steht Helene Bodenkamp, eine brillante Programmiererin, die am Nationalen Sicherheits-Amt arbeitet, um Überwachungsprogramme zu entwickeln. Zunächst scheint sie Teil eines notwendigen Systems, das Staatssicherheit garantiert. Doch als die Liebe ihres Lebens zur Fahnenflucht gezwungen wird, gerät sie in einen inneren Konflikt und stellt sich langsam gegen das Regime – und ihren skrupellosen Vorgesetzten Lettke, der die Technik für seine finsteren, persönlichen Zwecke einsetzt. Die Handlung zieht dich mit einer Mischung aus persönlichem Drama und gesellschaftspolitischem Horror schnell mit, ohne jemals zu platter Propaganda zu verkommen.

Helene ist dabei weder die übermenschliche Heldin noch das klassische Opfer – sie wirkt authentisch, mit all ihren Ängsten und Schwächen, auch wenn manche Leser:innen ihr Handlungsspielraum vielleicht etwas eingeschränkt oder zu naiv finden. Doch gerade das macht sie menschlich und nachvollziehbar. Der Stil Eschbachs ist gewohnt flüssig und fesselnd, mit einer Prise trockenen Humors hier und da, der das düstere Thema etwas auflockert. Sein Talent, komplexe technische Hintergründe verständlich und spannend zu erzählen, sorgt dafür, dass auch ohne Vorkenntnisse keine Langeweile aufkommt.

Kritisch gesehen könnte man anmerken, dass Helene manchmal zögerlich wirkt, wo man sich mehr Mut oder Cleverness wünschen würde – das wirkt gelegentlich ein bisschen unrealistisch für eine Programmiererin ihres Kalibers. Außerdem hält sich das Tempo nicht durchgehend auf Hochniveau, gerade im Mittelteil schleichen sich einige Längen ein, die den Spannungsbogen kurz unterbrechen.

Am Ende bleibt aber ein packendes Werk, das nicht nur Technikfans anspricht, sondern ganz aktuell die Gefahren von Überwachung und Machtmissbrauch aufzeigt. Wer sich für eine Mischung aus Thriller, Science-Fiction und historischem Setting interessiert und Lust auf eine düstere „Was-wäre-wenn“-Geschichte hat, sollte hier unbedingt zugreifen.

Fazit: Spannend, beängstigend und beklemmend nah an der Realität – ein Buch, das nachhallt und zum Nachdenken anregt. 4,5 von 5 Sternen.

Klappentext

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im NSA, dem Nationalen-Sicherheitsamt, und entwickelt dort Komputer-Programme, mit deren Hilfe alle Bürger überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, widersetzt Helene sich. Dabei muss sie nicht nur gegen das Regime kämpfen, sondern auch gegen ihren Vorgesetzten Lettke, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet ...

FAQ

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im NSA, dem Nationalen-Sicherheitsamt, und entwickelt dort Komputer-Programme, mit deren Hilfe alle Bürger überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, widersetzt Helene sich.…

Spannend, beängstigend und beklemmend nah an der Realität – ein Buch, das nachhallt und zum Nachdenken anregt. 4,5 von 5 Sternen.

Ein paar passende Treffer aus unseren Empfehlungen: Tod auf den Wellen, Das Blut der Rose, G. F. Unger 2362, Die Welt des Commissaire Le Floch.

Leserkommentare

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übernommen & regelmäßig aktualisiert
He_Ro68
⭐ 5/5 · 25.11.2021
Das Beste seit dem Jesus Video
Eine beängstigende Dystopie, die in der Vergangenheit spielt.
Trst
⭐ 1/5 · 09.01.2021
Schreklich
Habe schon mehrere Bücher von Eschbach gelesen und sie waren wirklich gut, dieses finde ich schrecklich. Die Hilflosigkeit der weiblicher Protagonistin wird dermaßen überzeichnet,als brillante Programmiererin findet sie keine Lösung. Unglaubwürdig!
king115577
⭐ 5/5 · 23.08.2020
Absolut top!
Lange habe ich gezögert, es mir zu kaufen, denn ich habe überlegt, ob mich das Buch packen und gut zu lesen sein würde, denn es ist ja nun mal eine weitestgehend fiktive Geschichte. Doch ich bin froh, dass ich es gelesen habe. Es war absolut fesselnd, wurde nie langweilig, und ich habe mit der Protagonistin mitgelitten. Ein Glück, dass es Computer und diese Art Überwachung früher noch nicht gab! Ich möchte mir gar nicht vorstellen, in was für einem Deutschland ich und wir sonst heute leben würde/n!
berni der pilger
⭐ 5/5 · 26.07.2020
Orwell läßt grüßen
Ein gut durchdachter Roman, der in die jetzige Zeit passt. Wir sind nicht weit davon entfernt, was in diesem Gedankenspiel beschrieben wird.
Berlino67
⭐ 5/5 · 06.10.2018
Aufwachen
Hut ab ! Ein beängstigendes Szenario ! Und alles was beschrieben wird existiert bereits und wird genutzt. Eine Horror Fantasie und unter anderen vorzeischen nicht abwegig. Viel spaß beim Lesen oder Hören.
Baerbel82
⭐ 5/5 · 03.10.2018
Wissen ist Macht
Um es gleich vorweg zu nehmen, das neue Werk von Andreas Eschbach ist der Hammer! Ein Horrorszenario, das Datenüberwachung durch den Staat thematisiert. Weimar 1942: Es gibt bereits Komputer, das Weltnetz, Elektropost und tragbare Telephone. Und eine Stelle, die über alldem wacht: das Nationale Sicherheits-Amt (NSA). Hier arbeitet Helene Bodenkamp als Programmstrickerin. Ihre Programme fragen Daten aus Tabellen ab, verknüpfen diese und erstellen Listen sogenannter Regimegegner. Auf diese Art und Weise werden auch Anne Frank und die Geschwister Scholl aufgespürt. Während Helene Gewissensbisse bekommt, denn sie selbst versteckt ihre große Liebe, den fahnenflüchtigen Arthur, nutzt ihr Chef Eugen Lettke das System für seine ganz eigenen Zwecke… Wie Andreas Eschbach zeigt, ist es möglich, auch völlig unblutige und dennoch spannende Thriller zu schreiben. Ich liebe „Was-wäre-wenn“-Geschichten. „Ein König für Deutschland“ ging auch schon in diese Richtung. Aber „NSA“ ist viel mehr als das. Ähnlich wie in George Orwells Roman „1984“. Ein Staat, der praktisch jeden ins Visier nehmen kann. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Helene ist mir sofort ans Herz gewachsen. Sie hat viel Empathie, ist aber auch ein bisschen naiv. Lettke dagegen mochte ich nicht. Er ist ein Kotzbrocken, ein Krimineller. Der Autor hat in seinem visionären Roman ein erschreckendes Szenario geschaffen. Brandaktuell, bestens recherchiert und spannend erzählt. Denn die totale Überwachung ist doch längst Realität. Alles und jeder wird ausgespäht. Mit dem Internet ist unser Konsum-, Lese- und Wahlverhalten öffentlich geworden. Unser Denkverhalten auch. Was wäre, wenn heute eine Regierung an die Macht käme, die diese technischen Möglichkeiten für ihre Zwecke missbraucht? Fazit: Geniale Idee. Gelungener Mix aus Fakten und Fiktion. Spannend, erschreckend, real.

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