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Autor:
Erschienen:
2026-02-20
Preis:
21,99 € (EUR)
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Am Volk vorbei

Key Facts

Erschienen
2026-02-20
Preis
21,99 € (EUR)
Genres
Ähnlich

Kritik

Manchmal braucht es ein Buch, das einem die Augen öffnet – und genau das tut Jörg Baberowski mit „Am Volk vorbei“. Es fühlt sich an wie ein Weckruf mitten in der aktuellen Diskussion um Demokratie: Nicht bloß das Gerede von Krise, sondern eine Einladung, genauer hinzuschauen, was Demokratie wirklich ausmacht.

In seinem Essay nimmt uns Baberowski mit auf eine Reise durch die komplexen Mechanismen der Demokratie – und wie schnell sie ins Wanken geraten kann, wenn wir den Raum des Politischen zu sehr verkleinern. Dabei beleuchtet er nicht nur die großen Zusammenhänge, sondern auch die menschlichen Seiten: Wie Populismus letztlich ein Ausdruck von Verunsicherung und dem Bedürfnis nach Sichtbarkeit ist, und dass politische Gegner keine Feinde sein sollten, sondern Teil eines lebendigen Streits.

Der Stil ist dabei genau richtig für ein solches Thema: Klar, prägnant und ohne Schnörkel. Kein Fachchinesisch, sondern echte Denkanstöße, die man wirklich versteht – und die einen zum Nachdenken bringen. Baberowski schafft es, kritisch zu bleiben, ohne überheblich zu wirken. Das macht das Lesen zu einem echten Gewinn, auch wenn manche Argumentationen stellenweise etwas wiederholend wirken können.

Was nicht ganz überzeugte: Manchmal fühlt man sich als Leserin oder Leser fast schon im Unterricht – nicht jeden Satz hätte ich so ausführlich gebraucht. Trotzdem tut das der Gesamtaussage kaum Abbruch, denn die Botschaft trifft ins Schwarze. Gerade wer sich fragt, wie Demokratie heute funktionieren kann und was Populismus in dieser Landschaft bedeutet, sollte unbedingt zugreifen.

Kurz gesagt: „Am Volk vorbei“ ist keine leichte Kost für Zwischendurch, aber ein kluger, relevanter Text, der frischen Wind in die Debatte bringt. Wer sich für Politik, Gesellschaft und den Zustand unserer Demokratie interessiert, wird Baberowskis Gedanken schätzen. Klarer Funke zum Nachdenken.

4 von 5 Sternen.

Klappentext

Alle reden von der Demokratie und ihrer Krise. Aber was meinen wir eigentlich, wenn wir von der Demokratie sprechen? Jörg Baberowski erinnert an ihre große Stärke: daß sie politische Gegner nicht zu Todfeinden werden lässt, weil auch der Unterlegene darauf hoffen darf, bei den nächsten Wahlen zu triumphieren. Eine Demokratie, die sich vor den Leidenschaften des Volkes fürchtet und den Raum des Politischen verengt, beraubt sich dieser Kraft. Wenn wir unsere Freiheit bewahren wollen, müssen wir die Souveränität über unsere Entscheidungen zurückgewinnen. Denn sonst werden die Anwälte der autoritären Ordnung leichtes Spiel haben, uns einzureden, daß die Diktatur die eigentliche Demokratie sei. Überall müssen diejenigen, die sich auf das Volk berufen, dem kritischen Blick derer standhalten, die sie vertreten wollen. Im Modell der Repräsentation ist der Populismus daher als Möglichkeit immer schon enthalten. Der laut vorgetragene Widerspruch aber ist nicht bloß eine unanständige Regung des «Pöbels», sondern ein Hinweis darauf, dass viele Menschen sich nicht gesehen und vertreten fühlen. Der Populismus ist ein Schmerzensschrei, der nach Aufmerksamkeit verlangt. In diesem Sinn ist er auch eine Belebung der Demokratie. Wer unbequeme Meinungen nicht hören will und sie pauschal ausgrenzt, beraubt die Demokratie ihrer größten Stärke: dass sie es uns erlaubt, auch im Streit mit anderen im Einklang zu sein. Wo politische Gegner einander das Existenzrecht absprechen, verwandelt sich der Andersdenkende in einen Unmenschen. Das wäre das Ende der Demokratie. So ist dieses Buch ein Versuch, es allen und keinem Recht zu machen und den Streit der Parteien als das zu erweisen, was er ist: der eigentliche Kern der Demokratie.

FAQ

Alle reden von der Demokratie und ihrer Krise. Aber was meinen wir eigentlich, wenn wir von der Demokratie sprechen?…

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Ein paar passende Treffer aus unseren Empfehlungen: Der Nahost-Komplex, Es war einmal ein Land, Inside Bundestag, Animal Farm.

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