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Vielleicht mag ich dich morgen
Key Facts
Kritik
Manchmal überrascht einen ein Buch genau dann, wenn man es am wenigsten erwartet – „Vielleicht mag ich dich morgen“ von Mhairi McFarlane ist genau so ein Fall. Hier treffen altbekannte Schuldramen auf erwachsene Selbstfindung, gewürzt mit einer Prise Humor und viel Herz. Die Geschichte wirbelt Anna zurück in ein Klassentreffen, das alles andere als gemütlich wird, denn ausgerechnet James, der Tyrann von damals, steht ihr plötzlich wieder gegenüber – nur erkennt er sie nicht mehr. Diese Ausgangssituation bietet schnellen Erkennungswert, gleichzeitig aber genug Raum, um über sich selbst, Vergebung und zweite Chancen nachzudenken.
Anna ist eine Figur, die mir richtig ans Herz gewachsen ist. Ihre Entwicklung von der einst gemobbten Außenseiterin hin zu einer selbstbewussten Frau wurde glaubwürdig und liebevoll gezeichnet. James dagegen wirkt am Anfang leicht klischeebehaftet, gewinnt aber im Verlauf durchaus an Tiefe. McFarlanes Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig, genau richtig, wenn man zwischendurch einfach mal abschalten will, ohne dabei auf eine gute Portion Witz verzichten zu müssen. Besonders schön: Der Humor trifft oft ins Schwarze und lockert die ernsteren Momente charmant auf, ohne sie zu verdrängen.
Natürlich bleibt die Geschichte an manchen Stellen etwas vorhersehbar und das große Drama um Anna und James bietet nicht wirklich überraschende Wendungen. Manche Nebenfiguren hätten etwas mehr Tiefe vertragen können, und ja, ein bisschen mehr Tempo hätte dem Roman gutgetan, denn an manchen Stellen zieht sich die Handlung ein bisschen. Insgesamt fühlt sich das Buch trotz aller Leichtigkeit manchmal doch ein klein wenig zu brav an – hier wäre ein bisschen mehr Mut zum Risiko spannend gewesen.
Wer also Lust auf eine romantische Komödie mit Tiefgang hat, die nicht zu schwer im Magen liegt, sondern mit Humor und Warmherzigkeit punktet, der liegt mit „Vielleicht mag ich dich morgen“ genau richtig. Für alle, die auf der Suche nach großer Dramatik oder außergewöhnlichen Überraschungen sind, könnte das Buch dagegen zu zahm wirken.
Drei von fünf Sternen – sympathisch, warmherzig und unterhaltsam, aber ohne echtes Feuerwerk. Ein gelungener Wohlfühlroman für gemütliche Lesestunden, der charmanter ist, als man auf den ersten Blick denkt.
Klappentext
Wiedersehen macht nicht immer Freude. Schon gar nicht Anna, die nach 16 Jahren beim Klassentreffen mit genau jenem Typen konfrontiert wird, der ihr damals den Schulalltag zur Hölle machte. Damals, als sie noch die ängstliche, pummelige und so gern gehänselte Aureliana war. Wie wenig sie heute als schöne und begehrenswerte Frau mit dem Mädchen von einst gemein hat, wird klar, als James sie nicht erkennt. Er ist fasziniert von der schönen Unbekannten. Anna kann es kaum glauben und wittert ihre Chance: Endlich kann sie ihm alles heimzahlen. Beide ahnen nicht, wie sehr sie das Leben des anderen noch verändern werden. Nicht heute. Aber vielleicht morgen.
»Vielleicht mag ich dich morgen«: eine spritzig-warmherzige RomCom, die schon hunderttausende Leserinnen begeistert - romantisch, witzig und unterhaltsam.
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