Wenn dir das hier gefiel …
Lucky Luke 103
Key Facts
Kritik
Direkt in die Prärie eintauchen und dabei eine gehörige Portion Humor abbekommen? Das hat mich „Lucky Luke 103“ definitiv geliefert. Wenn ein schneller Cowboy plötzlich zum Kultobjekt wird, ist das Chaos perfekt – und genau das macht diesen Band so erfrischend anders.
Die Story bringt Lucky Luke mal in ungewohnte Gefilde: Statt den üblichen Banditen jagt er diesmal vor allem einem eigenartigen Kult davon, der um seine Person entstanden ist. Der neue „Lukismus“ sorgt mit schrulligen Ideen und einem predigenden Reverend für allerlei Verwicklung und absurde Situationen. Dabei bleibt Luke gewohnt cool, auch wenn ihn das Ganze sichtlich nervt. Sein ständiger Begleiter, sein Pferd Jolly Jumper, bietet gewohnt charmante Schnipsel aus der Pferdeperspektive – das liebe ich einfach. Achdé und Jul schaffen es mit ihrem Zeichenstil und der Erzählweise, den Spagat zwischen Tradition und frischem Witz mühelos zu meistern. Die Bilder sind detailverliebt, die Dialoge flott und die Pointen sitzen genau richtig, ohne ins Lächerliche abzudriften.
Was mir besonders gefällt: Die satirische Note, die unter der Oberfläche mitschwingt, ohne belehrend zu wirken. Die Geschichte nimmt die Absurditäten von Fanatismus und blinder Anhängerschaft locker aufs Korn, ohne den Charme von Lucky Luke zu verlieren. Einziger kleiner Wermutstropfen: Manchmal zieht sich das Tempo an ein paar Stellen etwas, gerade wenn der Kult mehr im Fokus steht als die klassischen Actionmomente. Aber das stört den Lesefluss kaum.
Kurz gesagt: Wer Lust auf ein paar leichte, aber clevere Westernabenteuer mit dem typischen Luke-Charme hat, ist hier goldrichtig. „Lucky Luke 103“ verbindet altbewährte Stärken mit frischen Ideen und zeigt, dass auch ein Kult um einen Cowboy richtig Spaß machen kann.
4 von 5 Sternen – Kultig, charmant und schnell wie sein Schatten. Mehr davon!
Klappentext
Lucky Luke ist ein Cowboy voller Wunder. Er zieht schneller als sein Schatten, spricht mit seinem Pferd und ist der Helfer in der Not. Als er den Reverend eines kleinen Städtchens vor einer Bande Desperados rettet, erkennt der sofort, dass Luky Luke das Zeug zum Kultobjekt hat. Der scheinheilige Prediger gründet eine eigene Religion, den Lukismus! Schnell macht der neue Kult die Runde – und eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Lucky Luke will nichts lieber als den irren Fanatikern so schnell es geht zu entkommen!
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