Wenn dir das hier gefiel …
Love on the Brain – Das irrationale Vorkommnis der Liebe
Key Facts
Kritik
Manchmal braucht es nur eine Geschichte, die einem zeigt, wie verrückt und komplex Liebe wirklich sein kann – und genau das schafft „Love on the Brain“ auf wunderbar unterhaltsame Weise. Bee, eine Neurowissenschaftlerin mit trockenem Humor, sieht Liebe als neurophysiologisches Chaos, das niemals von Dauer sein kann. Doch dann mischt sich der charmant-mürrische Levi in ihre Welt ein – und plötzlich wird aus rationaler Wissenschaft eine emotionale Achterbahnfahrt.
Die Handlung ist schnell erzählt: Bee bekommt die Chance ihres Lebens, darf ein großes neurotechnisches Projekt leiten, muss dafür aber mit Levi zusammenarbeiten – einem Mann, den sie eigentlich nicht ausstehen kann. Diese explosive Mischung sorgt für jede Menge Spaß, bissige Dialoge und echte Herzmomente. Ali Hazelwood hat hier mal wieder bewiesen, dass Wissenschaft nichts von trockener Langeweile wissen muss. Die Charaktere sind dabei das Herzstück: Bee ist wunderbar kämpferisch und clever, aber auch verletzlich, was ihr sofort Sympathiepunkte einbringt. Levi dagegen ist dieser eine Typ, der mit seiner Mischung aus Sarkasmus und Authentizität einfach kaum zu widerstehen ist.
Der Schreibstil fließt locker-leicht, fast so, als würde man einer Freundin beim Erzählen zuhören und nie wirklich das Gefühl haben, ein Klischee-Romance-Buch zu lesen. Besonders gefallen hat mir, wie Hazelwood die Balance hält – zwischen wissenschaftlichem Gedöns und dieser dümmlichen, aber doch so bezaubernden Liebesgeschichte, die sich langsam und glaubwürdig entwickelt. Die Perspektive aus Bees Sicht bringt viel Nähe und Humor mit sich, dazu kommen witzige Mailschnipsel, die das Ganze modern und frisch wirken lassen.
Klar, manche kleine Stolpersteinchen bleiben nicht aus: Das ewige Hin und Her im „Ich mag dich nicht, eigentlich doch“-Modus kann mitunter etwas ermüdend sein, besonders wenn sich der „Feind“-Charakter so sehr ins Rampenlicht drängt. Hier hätte es der Story gutgetan, etwas weniger Knistern und dafür mehr Tiefgang bei den Nebenfiguren zu geben. Trotzdem hat mich das nicht wirklich aus dem Leseflow gebracht.
Wer also Lust auf eine charmante, kluge Romanze hat, die beweist, dass Wissenschaft und Herzklopfen keine Gegensätze sind, liegt mit „Love on the Brain“ genau richtig. Ein Buch, das Spaß macht, zum Schmunzeln bringt und gleichzeitig zeigt, dass Liebe eben doch manchmal das irrationale Vorkommnis ist, das unser Gehirn durcheinanderwirbelt.
4,5 von 5 Sternen – absolute Empfehlung für alle, die’s gern leicht, clever und ein bisschen frech mögen!
Klappentext
“Ali Hazelwood beweist, wie verdammt sexy Wissenschaft ist und dass Liebe an den unwahrscheinlichsten Orten entstehen kann. Meine neueste Must-buy-Autorin.“ Jodie Picoult.