Wenn dir das hier gefiel …
Verboten sündig
Key Facts
Kritik
Manchmal trifft ein Buch genau den Nerv – „Verboten sündig“ ist so ein Fall. Die Geschichte von Frannie Darling, einer Frau, die mit ihrer dunklen Vergangenheit kämpft, und Sterling Mabry, einem Duke, der um seine verblassende Zukunft fürchtet, zieht dich direkt in einen Strudel aus Schmerz, Hoffnung und unbändiger Leidenschaft. Dass diese beiden eigentlich nicht zusammengehören, macht die Funken, die zwischen ihnen fliegen, nur umso elektrisierender.
Frannie ist keine typische Heldin aus dem Regency-Genre, sondern bringt eine rauere, verletzlichere Seite mit, die erstaunlich echt wirkt. Sterling ist kein unnahbarer Aristokrat, vielmehr ein gebrochener Mann, der mit seiner aufkeimenden Blindheit ringt – das gibt der Geschichte zusätzliche Tiefe. Der Schreibstil der beiden Autorinnen schafft eine schöne Balance: elegant und sinnlich, ohne zu kitschig zu sein, mit einer Prise Humor, die das Gefühl der Dramatik immer wieder auflockert. Da merkt man, dass hier Profis am Werk sind, die genau wissen, wie man Emotionen geschickt einfängt.
Was mir besonders gefällt: Die Chemie zwischen den Protagonisten knistert so heftig, dass man fast selbst das Prickeln spürt, wenn sie sich begegnen. Gleichzeitig wird das Thema Vergessen und Erinnerung so fein eingeflochten, dass es mehr ist als nur eine weitere Liebesgeschichte. Aber auch wenn das Buch mehr als solide ist, hatte ich hier und da das Gefühl, dass manche Stellen etwas langatmig wurden – ein wenig mehr Tempo hätte das aufregende Gefühlschaos noch intensiver wirken lassen können.
Kurz gesagt: Wenn du Lust auf einen historischen Liebesroman hast, der sowohl das Herz als auch den Kopf anspricht und bei dem die Figuren echte Ecken und Kanten haben, ist „Verboten sündig“ genau dein Ding. Für alle, die gern emotional mitgerissen werden, ohne komplett in Kitsch zu versinken – zugreifen!
4,5 von 5 Sternen.
Klappentext
Frannie Darling würde ihre Vergangenheit am liebsten vergessen. In einem Armenviertel Londons aufgewachsen, wird sie noch heute von den damaligen Erlebnissen gequält.
Sterling Mabry, der Duke of Greystone, versucht jeden Gedanken an die Zukunft zu verdrängen. Ihn erwartet nichts als Dunkelheit, denn eine tückische Augenkrankheit lässt ihn jeden Tag weiter erblinden.
Ein Herzog und eine ehemalige Taschendiebin - eine Beziehung ist undenkbar. Doch Sterling und Frannie suchen keine Liebe, sie suchen Vergessen. Und wann immer sie sich berühren, zählt nur noch das Hier und Jetzt ...
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