Wenn dir das hier gefiel …
Inselmord
Key Facts
Kritik
Kaum hat man „Inselmord“ aufgeschlagen, fühlt man sich direkt in die rauen Küsten von Mönchgut versetzt – nebelverhangen, stürmisch und voller Geheimnisse. Katharina Peters gelingt es dabei, eine Atmosphäre zu schaffen, die einen förmlich an den Seiten kleben lässt. Die Geschichte um die ermordete Svenja startet ruhig, doch schnell wächst die Spannung, als Kommissarin Romy Beccare tiefer in die Verstrickungen des Ortes eintaucht.
Das Besondere an diesem Krimi? Romy ist keine austauschbare Ermittlerin, sondern eine Figur mit Ecken und Kanten, die man gern begleitet, auch wenn sie mal auf dem Holzweg ist. Der Schreibstil ist klar, schnörkellos und genau richtig – nicht zu viel Chi-Chi, dafür viel echtes Ermittlerflair und eine Prise Lokalkolorit, die das Ganze rund macht. Die Handlung wirbelt Erinnerungen an alte Schulzeiten und lange zurückliegende Geheimnisse auf, was mich persönlich total gepackt hat.
Ja, ein, zwei Details wirken vielleicht etwas vorhersehbar, aber das trübt den Lesespaß kaum. Ganz im Gegenteil: Peters versteht es, genug falsche Fährten zu legen, um die Neugier konstant wachzuhalten.
Kurz und gut: Wer spannende, nicht zu überladene Krimis mit einer starken weiblichen Hauptfigur und norddeutscher Würze mag, ist hier genau richtig. Für mich ein Volltreffer!
** (5 von 5 Sternen)
Klappentext
Ermittlerin Romy Beccare und ein spektakulärer Fall, der nicht nur Rügen in Aufruhr versetzt.