Wenn dir das hier gefiel …
G. F. Unger 2392
Key Facts
Kritik
Schon beim ersten Auftauchen von Larry Bannister spürt man diese typische Western-Atmosphäre, die einfach ansteckt – staubige Straßen, knarzende Türen und das unverwechselbare Grinsen eines Mannes, der weiß, was hinter der nächsten Ecke lauert. „G. F. Unger 2392“ liefert genau das, was Fans des klassischen Western-Genres erwarten: harte Typen, staubige Konflikte und eine Prise Nostalgie, die wunderbar funktioniert.
Die Handlung bringt uns mitten hinein in Brownsville, wo Larry Bannister auf den gealterten Sheriff Bill Trevor trifft. Die Dynamik zwischen den beiden ist schön nuanciert, das Zusammenspiel von einem Mann, der nicht mehr so jung ist, und einem, der gerade erst seinen Weg geht, wirkt authentisch und lässt die Figuren lebendig werden. G. F. Ungers Sprache ist schnörkellos und direkt, ohne dabei trocken zu wirken – man fühlt sich sofort mittendrin im Getümmel, hört das Wiehern der Pferde und riecht die Bar, in der sich so mancher Konflikt anbahnt.
Was mir besonders gefallen hat, ist diese Balance zwischen Action und Charakterzeichnung. Larry ist nicht der klassische strahlende Held, sondern eher ein rauer Bursche mit einer Geschichte, die man erahnen, aber nicht sofort ausgebreitet bekommt. Bill Trevor als gezeichneter Alte-Hase fügt eine schöne Tiefe hinzu – man hat das Gefühl, hier begegnet man echten Typen und nicht bloßen Klischees.
Kritisch muss ich einwerfen, dass es hier und da etwas vorhersehbar bleibt und das Tempo teilweise etwas nachlässt. Wer allerdings auf epische Banditen- und Sheriff-Geschichten hofft, wird sich daran sicherlich nicht stören. Für eingefleischte Western-Fans ist das eher ein charmantes Stilmittel als ein echter Mangel.
Am Ende steht ein Western, der genau das macht, was er soll: Unterhaltung mit einem Hauch von Melancholie, fesselnd und bodenständig. Wer staubige Geschichten mag, starke Charaktere schätzt und sich gern auf einen schnellen Ritt durch Brownsville einlässt, kommt hier voll auf seine Kosten.
4 von 5 Sternen – ein solider Ritt für Western-Liebhaber und alle, die es noch werden wollen.
Klappentext
»Hallo, Boy!«, ruft er heiser.
»Hallo, Bill - freust du dich?«
»Nicht besonders, Larry - nicht besonders!«
»Finde dich damit ab, Bill!«
Dann ist Larry am Sheriff's Office vorbei. Er erreicht eine schmale Querstraße. Vor der Gentlemen Bar gleitet er aus dem Sattel, bindet sein Pferd neben die anderen Tiere an die Haltestange und schiebt dann seine lange Gestalt durch die Pendeltür ...